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So wird der Brandschutz beim Dachausbau gewährleistet

Ein Dachausbau ist nützlich und sorgt für mehr Wohnraum – allerdings sollte der Brandschutz dabei immer beachtet werden. Nur mit der Einhaltung der einzelnen Richtlinien, Normen und Verordnungen für den Brandschutz kann das ausgebaute Dach sicher genutzt werden.

Soll das Dach ausgebaut und genutzt werden, müssen Sie die Bestimmungen zum Brandschutz beachten. © Dachdecker.com

Beim Dachausbau haben die Hausbesitzer insbesondere auf den Brandschutz zu achten, denn das Dach kann eine besondere Rolle für die Ausbreitung eines Brandes haben: Das Feuer kann sowohl auf dem Dach entstehen – zum Beispiel beim einem Brand im Nachbargebäude – oder von innen auf das Dach übergreifen. Brennt das Dach großflächig, ist oft ein Totalschaden die Folge. Umso wichtiger ist es daher, beim Dachausbau auf den ausreichenden Brandschutz zu achten.

Wie ist der Brandschutz definiert?

Der Brandschutz im ausgebauten Dach soll zum einen der Entstehung von Feuer vorbeugen. Zum anderen dient er ebenfalls der Verhinderung der Ausbreitung des Feuers. Es gibt verschiedene Maßnahmen, mit denen der Brandschutz umgesetzt werden kann – dabei ist immer zu beachten, dass der Schutz des Lebens jederzeit vor dem Schutz des Gebäudes stehen sollte. Abhängig von der Gebäudeklasse soll mit den Regelungen zum Material und dem Bau des Gebäudes ein Übergreifen des Feuers auf andere Bauwerke oder Geschosse verhindert werden.

Maßnahmen für den Brandschutz beim Dachausbau

Beim Ausbau des Dachs gibt es ähnliche Bestimmungen des Brandschutzes wie für andere Dächer. Um den Brandschutz auch beim Dachausbau zu gewährleisten, sollten nach Möglichkeit schwer entflammbare oder brandschutztechnisch bessere Stoffe verwendet werden. Bei der Sanierung sind leicht entflammbare Bauteile auszutauschen oder so umzurüsten, dass sie den Anforderungen genügen – ein Dachdecker ist Ihnen bei diesem Vorgang behilflich, sodass möglichst hohe Sicherheit erreicht wird. Einige Bauteile können auch nachgerüstet werden: Schwer entflammbare Ersatzstoffe oder Überdeckungen mit zulässigen Bauplatten können eingesetzt werden. Bei Neubauten gibt es ebenfalls mehrere Richtlinien und Punkte, an denen sich Bauherren orientieren müssen.

Feuerwiderstandsklassen

Ein wichtiger Anhaltspunkt für den Brandschutz beim Ausbau des Dachs ist die Feuerwiderstandsklasse der einzelnen Materialien. Dabei wird zwischen der deutschen Norm DIN 4102 und der europäischen DIN EN 13501 unterschieden. Die DIN 4102 unterteilt die einzelnen Klassen nur in die Anzahl der Minuten, die das Material einem Feuerangriff standhalten würde – daraus ergeben sich die Klassifizierungen F 30, F 60 sowie F 90, F 120 und F180.

Die DIN EN 13501 gliedert dagegen detaillierter: Hier werden die Materialien in ihrer Tragfähigkeit, dem Raumabschluss sowie der Wärmedämmung unterschieden. Die Standfestigkeit wird ebenfalls in Minuten angegeben, jedoch in mehr Abschnitten als in der deutschen Norm: Dabei werden die Einteilungen 15, 20, 30, 45, 60, 90, 120, 180, 240, 360 vorgenommen.

Die DIN 4102 gliedert das Material darüber hinaus in die Brennbarkeitsklassen A und B. Materialien und Stoffe der Klasse A sind nicht brennbar, die Einteilung B erfolgt für brennbare Stoffe. Für den Brandschutz beim Dachausbau sollte daher zu Materialien der Klasse A gegriffen werden, allerdings sollten Sie dabei immer einen Fachmann hinzuziehen. Die DIN 4102 ist mittlerweile durch die Europäische Klasse nach DIN EN 13501-1 substituiert.

Brandwände

In vielen Gebäuden werden beim Dachausbau zudem Brandwände eingezogen, um den Brandschutz zu verbessern. Die Regelungen für diese Wände sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Grundsätzlich sollen diese Wände davor schützen, dass das Feuer auf andere Gebäude übergreift – dies ist vor allem in urbanen Gegenden wichtig, in denen die einzelnen Häuser dicht an dicht stehen. Sie dienen auch dem Schutz der Bewohner, da die Brandwände das Gebäude in einzelne Brandabschnitte einteilen und so die Flucht in einen nicht brennenden Abschnitt ermöglichen.

UNSER TIPP:
Eine solche Brandwand sollte mindestens 30 Zentimeter über das Dach geführt werden – nur so wird verhindert, dass sich das Feuer nicht über das Dach ausbreiten kann.

Die richtige Dämmung

Besonders wichtig ist auch die Dämmung im Zuge des Dachausbaus, um den Brandschutz zu gewährleisten. Hier sollten nach Möglichkeit nicht brennbare Materialien verwendet werden.

Mineralische Dämmstoffe eignen sich besonders gut, da sie nicht brennbar sind. Besonders gut geeignet sind dabei Glas- oder Steinwolle. Bei Gebäuden bis sieben Metern sind in der Regel normal entflammbare Dämmmaterialien einsetzbar.

Die Brandschutz ist zudem vor allem für Dachdurchdringungen von Bedeutung – zum Beispiel für die Öffnungen von Rohre oder Lichtkuppeln – da hier das Feuer besonders schnell auf das Dach übergreifen kann.

Die Dämmung für das ausgebaute Dach muss immer den Brandschutzvorgaben der Bauaufsicht entsprechen und fachgerecht montiert werden, um eventuelle Gefahren ausschließen zu können.

Folgen mangelhaften Brandschutzes

Wird dem Brandschutz beim Dachausbau nicht die erforderliche Aufmerksamkeit gewidmet, entstehen Gefahren, die das Leben der Bewohner und der Nutzer des Gebäudes gefährden können. Dies kann durch Vergiftungen durch den toxischen Rauch des Feuers und Verbrennungen sogar tödlich enden. Mit dem mangelnden Brandschutz in einem ausgebauten Dach gehen nicht nur zahlreiche Gefahren für das eigene Leben einher, nach § 319 Baugefährdung des Strafgesetzbuchs können auch rechtliche Konsequenzen folgen.

UNSER TIPP:
Die Einhaltung des baulichen Brandschutzes wird in der Regel in einem Prüfzeugnis nachgewiesen.

Werden die allgemein anerkannten Regeln der Technik missachtet oder wird fährlässig dagegen verstoßen, können Freiheitsstrafen oder Geldstrafen angeordnet werden – denn mit der Missachtung des nötigen Brandschutzes wird das Leben der Nutzer eines Gebäudes maßgeblich gefährdet. In öffentlichen Gebäuden wird in der Regel die Nutzung untersagt, manchmal werden Gebäude sogar abgerissen. Die einzelnen Bundesländer in Deutschland führen in den Bauordnungen detaillierte Informationen zum Brandschutz auf.

So sorgen Sie beim Dachausbau für den richtigen Brandschutz

Möchten Sie Ihr Dach ausbauen, sollten Sie in jedem Fall Kontakt zu einem Dachdeckerinnungsbetrieb aufnehmen – dieser übernimmt nicht nur die Planung und Ausführung des Dachausbaus selbst, sondern sorgt auch für den nötigen Brandschutz. Der Fachmann sorgt für eine ordnungsgemäße Ausführung und, wenn nötig, Sanierung der einzelnen Bauteile, sodass diese den Bestimmungen Ihres Bundeslands entsprechen.
Dazu gehört in erster Linie natürlich die Wahl des richtigen Materials, aber der Dachdecker kann mit Ihnen auch die Planung eines weiteren Rettungsweges klären: Diese sind ebenso wichtig wie die Vorbeugung eines Brands. Im ausgebauten Dach wird der zweite Rettungsweg im Zuge des Brandschutzes oft über ein Dachflächenfenster angebracht, der erste Rettungsweg erfolgt über die Treppen.

Fazit

Auch beim Dachausbau muss der Brandschutz gewährleistet werden. Dies geschieht zum einen durch den ordnungsgemäßen Bau durch einen versierten Dachdecker, zum anderen durch die Wahl der richtigen Materialien. Auch für die Rettungswege im Fall eines Feuers gibt es Vorgaben. Nehmen Sie daher Kontakt zu einem Fachmann auf, der Sie beim Ausbau Ihres Dachgeschosses berät.

Ein Dachausbau ist nützlich und sorgt für mehr Wohnraum – allerdings sollte der Brandschutz dabei immer beachtet werden. Nur mit der Einhaltung der einzelnen Richtlinien, Normen und Verordnungen für den Brandschutz kann das ausgebaute Dach sicher genutzt werden.

Soll das Dach ausgebaut und genutzt werden, müssen Sie die Bestimmungen zum Brandschutz beachten. © Dachdecker.com

Beim Dachausbau haben die Hausbesitzer insbesondere auf den Brandschutz zu achten, denn das Dach kann eine besondere Rolle für die Ausbreitung eines Brandes haben: Das Feuer kann sowohl auf dem Dach entstehen – zum Beispiel beim einem Brand im Nachbargebäude – oder von innen auf das Dach übergreifen. Brennt das Dach großflächig, ist oft ein Totalschaden die Folge. Umso wichtiger ist es daher, beim Dachausbau auf den ausreichenden Brandschutz zu achten.

Wie ist der Brandschutz definiert?

Der Brandschutz im ausgebauten Dach soll zum einen der Entstehung von Feuer vorbeugen. Zum anderen dient er ebenfalls der Verhinderung der Ausbreitung des Feuers. Es gibt verschiedene Maßnahmen, mit denen der Brandschutz umgesetzt werden kann – dabei ist immer zu beachten, dass der Schutz des Lebens jederzeit vor dem Schutz des Gebäudes stehen sollte. Abhängig von der Gebäudeklasse soll mit den Regelungen zum Material und dem Bau des Gebäudes ein Übergreifen des Feuers auf andere Bauwerke oder Geschosse verhindert werden.

Maßnahmen für den Brandschutz beim Dachausbau

Beim Ausbau des Dachs gibt es ähnliche Bestimmungen des Brandschutzes wie für andere Dächer. Um den Brandschutz auch beim Dachausbau zu gewährleisten, sollten nach Möglichkeit schwer entflammbare oder brandschutztechnisch bessere Stoffe verwendet werden. Bei der Sanierung sind leicht entflammbare Bauteile auszutauschen oder so umzurüsten, dass sie den Anforderungen genügen – ein Dachdecker ist Ihnen bei diesem Vorgang behilflich, sodass möglichst hohe Sicherheit erreicht wird. Einige Bauteile können auch nachgerüstet werden: Schwer entflammbare Ersatzstoffe oder Überdeckungen mit zulässigen Bauplatten können eingesetzt werden. Bei Neubauten gibt es ebenfalls mehrere Richtlinien und Punkte, an denen sich Bauherren orientieren müssen.

Feuerwiderstandsklassen

Ein wichtiger Anhaltspunkt für den Brandschutz beim Ausbau des Dachs ist die Feuerwiderstandsklasse der einzelnen Materialien. Dabei wird zwischen der deutschen Norm DIN 4102 und der europäischen DIN EN 13501 unterschieden. Die DIN 4102 unterteilt die einzelnen Klassen nur in die Anzahl der Minuten, die das Material einem Feuerangriff standhalten würde – daraus ergeben sich die Klassifizierungen F 30, F 60 sowie F 90, F 120 und F180.

Die DIN EN 13501 gliedert dagegen detaillierter: Hier werden die Materialien in ihrer Tragfähigkeit, dem Raumabschluss sowie der Wärmedämmung unterschieden. Die Standfestigkeit wird ebenfalls in Minuten angegeben, jedoch in mehr Abschnitten als in der deutschen Norm: Dabei werden die Einteilungen 15, 20, 30, 45, 60, 90, 120, 180, 240, 360 vorgenommen.

Die DIN 4102 gliedert das Material darüber hinaus in die Brennbarkeitsklassen A und B. Materialien und Stoffe der Klasse A sind nicht brennbar, die Einteilung B erfolgt für brennbare Stoffe. Für den Brandschutz beim Dachausbau sollte daher zu Materialien der Klasse A gegriffen werden, allerdings sollten Sie dabei immer einen Fachmann hinzuziehen. Die DIN 4102 ist mittlerweile durch die Europäische Klasse nach DIN EN 13501-1 substituiert.

Brandwände

In vielen Gebäuden werden beim Dachausbau zudem Brandwände eingezogen, um den Brandschutz zu verbessern. Die Regelungen für diese Wände sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Grundsätzlich sollen diese Wände davor schützen, dass das Feuer auf andere Gebäude übergreift – dies ist vor allem in urbanen Gegenden wichtig, in denen die einzelnen Häuser dicht an dicht stehen. Sie dienen auch dem Schutz der Bewohner, da die Brandwände das Gebäude in einzelne Brandabschnitte einteilen und so die Flucht in einen nicht brennenden Abschnitt ermöglichen.

UNSER TIPP:
Eine solche Brandwand sollte mindestens 30 Zentimeter über das Dach geführt werden – nur so wird verhindert, dass sich das Feuer nicht über das Dach ausbreiten kann.

Die richtige Dämmung

Besonders wichtig ist auch die Dämmung im Zuge des Dachausbaus, um den Brandschutz zu gewährleisten. Hier sollten nach Möglichkeit nicht brennbare Materialien verwendet werden.

Mineralische Dämmstoffe eignen sich besonders gut, da sie nicht brennbar sind. Besonders gut geeignet sind dabei Glas- oder Steinwolle. Bei Gebäuden bis sieben Metern sind in der Regel normal entflammbare Dämmmaterialien einsetzbar.

Die Brandschutz ist zudem vor allem für Dachdurchdringungen von Bedeutung – zum Beispiel für die Öffnungen von Rohre oder Lichtkuppeln – da hier das Feuer besonders schnell auf das Dach übergreifen kann.

Die Dämmung für das ausgebaute Dach muss immer den Brandschutzvorgaben der Bauaufsicht entsprechen und fachgerecht montiert werden, um eventuelle Gefahren ausschließen zu können.

Folgen mangelhaften Brandschutzes

Wird dem Brandschutz beim Dachausbau nicht die erforderliche Aufmerksamkeit gewidmet, entstehen Gefahren, die das Leben der Bewohner und der Nutzer des Gebäudes gefährden können. Dies kann durch Vergiftungen durch den toxischen Rauch des Feuers und Verbrennungen sogar tödlich enden. Mit dem mangelnden Brandschutz in einem ausgebauten Dach gehen nicht nur zahlreiche Gefahren für das eigene Leben einher, nach § 319 Baugefährdung des Strafgesetzbuchs können auch rechtliche Konsequenzen folgen.

UNSER TIPP:
Die Einhaltung des baulichen Brandschutzes wird in der Regel in einem Prüfzeugnis nachgewiesen.

Werden die allgemein anerkannten Regeln der Technik missachtet oder wird fährlässig dagegen verstoßen, können Freiheitsstrafen oder Geldstrafen angeordnet werden – denn mit der Missachtung des nötigen Brandschutzes wird das Leben der Nutzer eines Gebäudes maßgeblich gefährdet. In öffentlichen Gebäuden wird in der Regel die Nutzung untersagt, manchmal werden Gebäude sogar abgerissen. Die einzelnen Bundesländer in Deutschland führen in den Bauordnungen detaillierte Informationen zum Brandschutz auf.

So sorgen Sie beim Dachausbau für den richtigen Brandschutz

Möchten Sie Ihr Dach ausbauen, sollten Sie in jedem Fall Kontakt zu einem Dachdeckerinnungsbetrieb aufnehmen – dieser übernimmt nicht nur die Planung und Ausführung des Dachausbaus selbst, sondern sorgt auch für den nötigen Brandschutz. Der Fachmann sorgt für eine ordnungsgemäße Ausführung und, wenn nötig, Sanierung der einzelnen Bauteile, sodass diese den Bestimmungen Ihres Bundeslands entsprechen.
Dazu gehört in erster Linie natürlich die Wahl des richtigen Materials, aber der Dachdecker kann mit Ihnen auch die Planung eines weiteren Rettungsweges klären: Diese sind ebenso wichtig wie die Vorbeugung eines Brands. Im ausgebauten Dach wird der zweite Rettungsweg im Zuge des Brandschutzes oft über ein Dachflächenfenster angebracht, der erste Rettungsweg erfolgt über die Treppen.

Fazit

Auch beim Dachausbau muss der Brandschutz gewährleistet werden. Dies geschieht zum einen durch den ordnungsgemäßen Bau durch einen versierten Dachdecker, zum anderen durch die Wahl der richtigen Materialien. Auch für die Rettungswege im Fall eines Feuers gibt es Vorgaben. Nehmen Sie daher Kontakt zu einem Fachmann auf, der Sie beim Ausbau Ihres Dachgeschosses berät.

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