Dach Lexikon


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Abdichtung

Abdichtungen von Dächern oder Bauteilen werden aus zusammenfügbaren
bahnen- oder planenförmigen Produkten wasserdicht hergestellt oder als
ganzflächige Beschichtungen wasserdicht ausgeführt. Aufgrund unterschiedlicher
Anforderungen sind Dachabdichtungen und Bauwerksabdichtungen zu unterscheiden.

Abschlüsse

Abschlüsse sind besondere Ausbildungen von Dachdeckungen, Abdichtungen
oder Außenwandbekleidungen an den Rändern der Flächen. Übliche
Begriffe für Randabschlüsse sind z. B. First, Ortgang, Traufe, o.
ä.AbschlüsseAbschlüsse

Allgemein anerkannter Stand der Technik

Erfahrungsgrundsätze, die durch Praxis und Erprobung als richtig und Übergangsziegel (An-/Absetzer) sind flügelige Biberdachziegel, die ein Überdecken der Unterläufer erleichtern.
notwendig
anerkannt sind und in der Wissenschaft feststehen.

Altdeutsche Deckung

Die Altdeutsche Deckung ist mit Decksteinen in deutlich unterschiedlicher Höhe
und Breite auszuführen. An der Traufe wird mit den größten,
der Höhe nach sortierten Decksteinen (gattierten) begonnen, wobei sich
die Deckung zum First hin deutlich verjüngen, d. h. in ihrer sichtbaren
Höhe kleiner werden muss. Die Deckung kann von rechts nach links (Linksdeckung)
oder von links nach rechts (Rechtsdeckung) erfolgen. Die Mindesthöhen-
und Seitenüberdeckung beträgt 29 % der Steinhöhe. Die Regeldachneigung
beträgt 25°.Altdeutsche DeckungAltdeutsche Deckung

Anschlussbiber

Anschlussbiber sind Biberschwanzziegel, die als ganze oder geschmälerte
Biber z. B. an den Ausspitzern anschließen.

Anschlüsse

Anschlüsse sind besondere Ausbildungen von Dachdeckungen, Abdichtungen
oder Außenwandbekleidungen an angrenzende oder durchdringende Bauteile
oder Bauelemente. Insbesondere bei Dachdeckungen unterscheidet man zwischen
seitlichen, firstseitigen und traufseitigen Anschlüssen.AnschlüsseAnschlüsse

Aufliegende Dachrinne

Aufliegende Dachrinnen sind Aufdachrinnen, auch Liegerinnen genannt, und Sonderformen.
Die aufliegende Dachrinne verläuft, um das nötige Gefälle zu
erreichen, im Gegensatz zur vorgehängten Dachrinne, auf der Dachfläche
schräg oberhalb der Traufe. Sie ist in Abhängigkeit von der Dachneigung
mit ausreichendem Gefälle zu verlegen.

Aufschnittdeckung

Zum Einsatz kommen Hohlpfannen mit Kurzschnitt. Am Schnittpunkt von vier Ziegeln
liegen diese vierfach übereinander. Die Regeldachneigung beträgt 35°.

Ausspitzer

Ausspitzer sind Dachziegel/Dachsteine, die in Richtung des Gratsparrens angearbeitet
werden (rechte bzw. linke Ausspitzer).

Aussenwandbekleidungen

Außenwandbekleidungen werden an tragenden Wandkonstruktionen aus schuppen-
oder tafelförmig angebrachten ebenen oder profilierten klein- oder großformatigen
Elementen hergestellt. Sie werden auch Fassadenbekleidung genannt.

Siehe auch:

Fassadenbekleidungen

Wandkonstruktion

oder:

DIN 18516-1

Baufeuchte

Baufeuchte ist als Eigen- und/oder Einbaufeuchtigkeit von Baustoffen vorhanden.

Bauwerksabdichtungen

Bauwerksabdichtungen sind wasserdichte Abschlüsse von Gebäudeteilen
zum Schutz des Bauwerkes gegen Feuchtigkeit oder Wasser. Es wird unterschieden
nach Maßnahmen gegen Bodenfeuchtigkeit, nicht drückendes Wasser,
von außen drückendes Wasser und von innen drückendes Wasser.

Siehe auch:

Feuchtigkeit

oder:

DIN 18195

Behelfsabdichtungen

Unter Behelfsabdichtung versteht man den vorübergehenden Schutz einer
Konstruktion oder Bauteilfläche, um das Gebäude vor Feuchtigkeit zu
schützen und beispielsweise eine Weiterarbeit im Gebäudeinneren zu
ermöglichen. Behelfsabdichtungen sind zumindest für einige Zeit der
Witterung ausgesetzt. Die verwendeten Werkstoffe und die Art der Ausführung
müssen hierfür geeignet sein. Je nach Art und Ausführung können
auch Dampfsperren oder erste Lagen von mehrlagigen Dachabdichtungen als Behelfsabdichtung
verwendet werden.

Siehe auch:
Dachabdichtungen
Dampfsperre
Feuchtigkeit

Behelfsbedeckung

Unter Behelfsdeckung versteht man den vorübergehenden Schutz einer Konstruktion
oder Bauteilfläche, um das Gebäude vor Feuchtigkeit zu schützen
und beispielsweise eine Weiterarbeit im Gebäudeinneren zu ermöglichen.
Behelfsdeckungen sind zumindest für einige Zeit der Witterung ausgesetzt.
Die verwendeten Werkstoffe und die Art der Ausführung müssen hierfür
geeignet sein. Je nach verwendetem Material und ggf. mit zusätzlicher Wind-Sog-Sicherung
kann beispielsweise eine Vordeckung als Behelfsdeckung dienen.

Siehe auch:
Vordeckung
FeuchtigkeitBehelfsbedeckungBehelfsbedeckung

Biber Doppeldeckung

Die Doppeldeckung mit Biberschwanzziegeln ist dadurch gekennzeichnet, dass
auf jeder Traglatte eine Biberreihe liegt. Die Biber überdecken sich so,
dass die dritte Deckreihe die erste um die Höhenüberdeckung überdeckt.
Die Deckung erfolgt regelmäßig im Halbverband.
Biber DoppeldeckungBiber Doppeldeckung

Biber Kronendeckung

Die Kronendeckung mit Biberschwanzziegeln ist dadurch gekennzeichnet, dass
auf jeder Traglatte zwei Biberreihen (Lager- und Deckschicht) liegen, so dass
sie untereinander einen regelmäßigen Halbverband bilden. Die Höhenüberdeckung
ergibt sich aus dem Abstand zweier Lagerschichten.
Biber KronendeckungBiber Kronendeckung

Biber Spließdeckung

Die Spließdeckung mit Biberschwanzziegeln erfolgt in Einfachdeckung.
Jede Längsfuge wird mit einem mindestens 5 cm breiten Spließ unterlegt.
Die Biber werden in Reihe oder im Drittelverband gedeckt. Der Spließ kann
aus Holz, Kunststoff, Metall oder anderen geeigneten Werkstoffen bestehen. Die
Deckung soll nur bei Gebäuden untergeordneter Nutzung gedeckt werden.

Biberschwanzziegel

Biberschwanzziegel sind ebene Strangdachziegel ohne Falzausbildungen. Sie werden
mit unterschiedlichen Schnittarten hergestellt. Kennzeichnend für diese
Dachziegel ist, dass sie in der Regel mehrfach überdeckt und im Verband
gedeckt werden. Es wird vorzugsweise Doppel- oder Kronendeckung ausgeführt.
BiberschwanzziegelBiberschwanzziegel

Blende

Mit Blende bezeichnet man senkrechte oder nahezu senkrechte Abdeckungen aus
Metall an Traufe oder Ortgang, z. B. unterhalb des Metalldachabschlussprofils,
unter vorgehängten Dachrinnen oder als Bekleidung innenliegender Dachrinnen.

Siehe auch:
Vorgehängte Dachrinne
Innenliegende Dachrinne

Blitzschutz

Blitzschutz dient dem Personen- und Sachschutz vor den Folgen von Blitzeinschlag
in Gebäude. Die Notwendigkeit, Gebäude mit Blitzschutzanlagen zu versehen,
wird in der Regel in örtlichen Baubestimmungen festgelegt. Darüber
hinaus werden von den Schadenversicherern objektbezogene Auflagen zur Errichtung
von Blitzschutzmaßnahmen, als Grundlage für Prämienvereinbarungen,
gemacht.

Siehe auch:
Blitzschutz auf und an Dächern
BlitzschutzBlitzschutz

Blitzschutzsystem

Ein Blitzschutzsystem ist das gesamte System für den Schutz einer baulichen
Anlage gegen die Auswirkungen des Blitzes. Es besteht sowohl aus dem Äußeren
als auch aus dem Inneren Blitzschutz.

Siehe auch:
Innerer Blitzschutz
Äußerer Blitzschutz

Bogenschnittdeckung

Die Bogenschnittdeckung wird mit quadratischen Schiefern mit Bogenschnitt ausgeführt.
Die Deckung erfolgt mit Gebindesteigung, wobei diese abhängig von der Dachneigung
ist und zwischen der Mindest- und Höchstgebindesteigung liegen muss. Die
Bogenschnittschablonen werden mit hängender Ferse gedeckt. Jede Bogenschnittschablone
ist mit mindestens 3 Schiefernägeln oder -stiften innerhalb der Höhen-
und Seitenüberdeckung zu befestigen. Die Bogenschnittdeckung wird auch
Deutsche Deckung genannt. Abmessungen der Bogenschnittschablonen:
30 x 30 cm, 25 x 25 cm.
Regeldachneigung für das Format 30x30 cm: 25°
Regeldachneigung für das Format 25x25 cm: 40°
BogenschnittdeckungBogenschnittdeckung

Brandschutz

Brandschutz-Anforderungen dienen dem Personen- und Sachschutz und haben das
Ziel, das Entstehen von Bränden einzuschränken bzw. die Brandweiterleitung
zu erschweren oder zu verzögern. Der vorbeugende Brandschutz für Baumaßnahmen
betrifft das Brandverhalten von Baustoffen, wobei eine Unterteilung in nichtbrennbare
und brennbare Baustoffe erfolgt, und das Brandverhalten von Bauteilen.

Siehe auch:
Brandverhalten von Baustoffen
Brennbare Baustoffe
Brandverhalten von Bauteilen

oder:
DIN 4102

Brandverhalten von Baustoffen

Baustoffe werden entsprechend ihrem Brandverhalten in folgende Baustoffklassen
eingestuft:

* Nicht brennbare Baustoffe A
A1 und A2
* Brennbare Baustoffe B
Schwer entflammbar B1
Normal entflammbar B2
Leicht entflammbar B3

Leicht entflammbare Baustoffe B3 dürfen im Bauwesen nicht verwendet werden.

Siehe auch:
Brennbare Baustoffe

oder:
DIN 4102

Brandverhalten von Bauteilen

Das Brandverhalten von Bauteilen wird durch die Feuerwiderstandsdauer und durch
weitere Eigenschaften gekenn-zeichnet. Die Feuerwiderstandsdauer ist die Mindestdauer
in Minuten, während der ein Bauteil bei Prüfung nach DIN 4102 die
dort gestellten Anforderungen erfüllt. Bauteile werden entsprechend der
Feuerwiderstandsdauer in die Feuer-widerstandsklassen eingestuft. Die Feuerwiderstandsklassen
(z. B. F30, F60) sind insbesondere von der Art der Wärmedämmung und
der inneren Bekleidung abhängig. Der Nachweis muss nach einem Regelaufbau
oder mit einem Prüfzeugnis erfolgen.

Siehe auch:
DIN 4102

Brennbare Stoffe

Brennbare Baustoffe B werden entsprechend ihrem Brandverhalten in folgende
Baustoffklassen unterteilt:

* B1 schwer entflammbare Baustoffe
* B2 normal entflammbare Baustoffe
* B3 leicht entflammbare Baustoffe

Siehe auch:
DIN 4102

Dachabdichtungen

Dachabdichtungen sind der obere, wasserdichte Abschluss von Gebäuden auf
flachen oder geneigten Dachkonstruktionen. Dachabdichtungen können mit
Schutz- und Nutzschichten versehen sein.

Siehe auch:
Dachkonstruktion

oder:
Flachdachrichtlinie und DIN 18531

Dachaufbauten

Ursprünglich war die Dachfläche kaum unterbrochen, da Dachaufbauten
stets eine mögliche Schadensquelle waren. Dachaufbauten sollen sparsam
verwendet werden und sich in ihren Proportionen der Dachfläche und dem
Gebäude unterordnen.

Dachdeckung

Dachdeckungen sind der obere, regensichere Abschluss von Gebäuden auf
geneigten Dachkonstruktionen aus in der Regel schuppenförmig überdeckten
ebenen oder profilierten platten- oder tafelförmigen Deckwerkstoffen

Siehe auch:
Dachkonstruktion
DachdeckungDachdeckung

Dachfenster

Dachfenster sind ungedämmte Dach- und Ausstiegsfenster. Sie sind regensicher. Sie dienen der Belichtung, Belüftung und für den Ausstieg für Wartungsarbeiten an Dachflächen und Kaminanlagen bei nicht ausgebauten Dachgeschossen.

Siehe auch:
Dachfenster

Dachflächenfenster

Dachflächenfenster sind schall- und wärmgedämmte Dach- und Ausstiegsfenster. Sie dienen der Belichtung und Belüftung bei ausgebauten Dachgeschossen. Sie müssen den Anforderungen der Bauregelliste entsprechen und sind Ü-Zeichenpflichtig. Dachflächenfenster müssen aufgrund der erhöhten Anforderung auf ihre Schlagregensicherheit geprüft sein. Dachflächenfenster sollen nicht unter 15° Fensterneigung eingebaut werden. Bei Dachneigungen unter 15° sind Sondermaßnahmen erforderlich.

Siehe auch:
Dachneigung

Dachformen

Von den elementaren Dachformen Pult-, Sattel-, Walmdach etc. lassen sich weitere Dachformen ableiten. Auch zahllose Kombinationen sind möglich.

Dachgraben

Mit Dachgraben bezeichnet man die Verschneidungslinie zweier giebelständiger Gebäude oder Gebäudeteile sowie die Kehle bei Sheddächern. Die Ausbildung des Dachgrabens erfolgt meist als Stufenrinne mit Gefälle. Die Ausbildungen von Dachgräben ohne Stufen müssen wasserdicht sein.

Siehe auch:
Kehlen
DachgrabenDachgraben

Dachknick

Der Dachknick ist der Übergang zweier verschieden geneigter Dachflächen. Hierbei unterscheidet man zwischen dem Übergang von einer unteren steilen zur oberen flachen Dachneigung (Mansarddachknick) und von einer unteren flachen zur oberen steilen Dachneigung (Schleppdachknick).
DachknickDachknick

Dachkonstruktion

Die Dachkonstruktion besteht aus mehreren Einzelschichten, die in ihrer Funktion zusammenwirken. Je nach Anordnung der Schichten unterscheidet man

* einschalige, nicht durchlüftete Konstruktionen, oder
* mehrschalige, durchlüftete Konstruktionen.

Dachneigung

Dachneigung ist die Neigung der Dachkonstruktion (Unterkonstruktion) gegen die Waagerechte. Das Maß der Dachneigung wird ausgedrückt als Winkel zwischen der Waagerechten und der Dachfläche in Grad (°) oder als Steigung der Dachfläche über der Waagerechten in Prozent (%). Bei Dachdeckungen ist die Neigung des Deckwerkstoffes aufgrund der Verlegetechnik immer geringer als die Dachneigung

Siehe auch:
Dachkonstruktion
Unterkonstruktion
DachneigungDachneigung

Dachrinnen

Dachrinnen sind Vorrichtungen zum Ableiten des Oberflächenwassers bei Dachdeckungen oder Dachabdichtungen. Man unterscheidet zwischen außenliegenden und innenliegenden Dachrinnen. Bei außenliegenden Dachrinnen kann Wasser infolge von erhöhtem Niederschlag, verstopften Abläufen, Undichtigkeit o. ä. sicher nach außen abgeleitet werden. Bei innenliegenden Dachrinnen könnte diese Feuchtigkeit in die Konstruktion bzw. in das Bauwerk gelangen. Durch geeignete Maßnahmen, Notüberläufe, Sicherheitsrinnen o. ä., muss dies vermieden werden.

Siehe auch:
Dachabdichtungen
Feuchtigkeit
Sicherheitsrinne
Notüberlauf
Innenliegende Dachrinne

Dachsteine

Dachsteine gehören zu den kleinformatigen Deckwerkstoffen. Sie bestehen in der Regel aus rund 70 % klassiertem Sand, Zement, Wasser und Farbpigmenten auf Eisenoxidbasis. Dachsteine unterscheiden sich durch ihre Form, Abmessungen, der Seitenfalzausbildung, der Fußverrippung und dem Überdeckungsbereich.

Siehe auch:
DIN EN 490
DachsteineDachsteine

Dachwerk

Übliche Bezeichnung für das gesamte Tragwerk eines geneigten Daches ohne Dacheindeckung und Wärme- bzw. Feuchteschutz-Ausstattung.

Dachwohnfenster mit besonderen Anforderungen

Neben „normalen“ Funktionen können Dachwohnfenster Zusatzfunktionen erfüllen:
- Wohn- und Ausstiegsfenster als Handwerker-Ausstieg und/oder als Rettungsweg bzw. zweiter Fluchtweg,
- Balkon-Elemente mit einem Austritt auf einen ins Dach intergrierten Balkon.
- Zusatzelemente für die Verlängerung der Dachwohnfenster nach unten und/oder nach oben für einen besseren Ausblick bzw. größeren Lichteinfall.

Dachziegel

Dachziegel sind kleinformatige und grobkeramische Deckwerkstoffe. Sie werden überwiegend aus tonigen Massen, gegebenenfalls mit Zusätzen, geformt und gebrannt. Dachziegel unterscheiden sich nach Art der Herstellung, Form und Abmessungen sowie der Falzausbildung und dem Überdeckungsbereich.

Dachziegel werden umweltveträglich hergestellt, geben keine schädlichen Stoffe ab, können wiederverwendet werden und sind recyclebar. Bei fachgerechter Verlegung und regelmäßiger Wartung liegt die Nutzungsdauer bei mehr als 100 Jahren. Dachziegel zählen deswegen zu den nachhaltigen Naturbaustoffen.

Siehe auch:
DIN EN 1304

Dachziegel keramische Grundeigenschaften

- Frostbeständigkeit
- Resistenz gegen UV-Strahlung
- Säurebeständigkeit
- Farbbeständigkeit
- Maßhaltigkeit
- Bruchfestkeit bei normaler Beanspruchung
- Diffusionsoffenheit für Wasserdampf, Ausnahme: glasierte Dachziegel sind nur an der Unterseite dampfdiffusionsoffen.
- Wasserundurchlässigkeit
- keine Abgabe von schädlichen Stoffen

Dampfsperre

Eine Dampfsperre hat die Aufgabe, Wasserdampfwanderung (Diffusion) zu vermindern. Produkte werden nach ihrem Diffusionswiderstand in dampfsperrend, diffusionshemmend und diffusionsoffen eingestuft.
DampfsperreDampfsperre

Deckbreite

Die Deckbreite ist bei Dachdeckungen die Distanz zwischen der Außenkante eines Deckwerkstoffes und der Außenkante des nächsten Deckwerkstoffes.Bei Dachziegeln wird die mögliche Deckbreite zwischen der niedrigsten und höchsten Deckbreite ermittelt, bei Dachsteinen wird sie vom Hersteller vorgegeben.
DeckbreiteDeckbreite

Decklänge

Die Decklänge bei Dachdeckungen ist die Distanz zwischen der Unterkante einer Aufhängenase eines Dachziegels und der Unterkante der nächsten Aufhängenase.
Die Decklängen werden bestimmt durch

* Dachziegel-/Dachsteinlänge,
* - Dachziegel-/Dachsteinform,
* - Maßtoleranzen der Dachziegel,
* - dachneigungsabhängige Höhenüberdeckung.

Wird die Decklänge nicht verbindlich in der Herstellervorschrift angegeben, dann ist diese auf der Baustelle zu ermitteln. Die mögliche Decklänge liegt zwischen der niedrigsten und höchsten Decklänge.
DecklängeDecklänge

Deckung im Verband

siehe Verbanddeckung

Siehe auch:
Verbanddeckung

Deckung Reihe

siehe Reihendeckung

Siehe auch:
Reihendeckung

Deckunterlage

Eine Deckunterlage dient zur Aufnahme der Deckung oder Abdichtung und muss auf den zur Anwendung kommenden Werkstoff abgestimmt sein, z. B. Lattung, Schalung u. ä.

Siehe auch:
Abdichtungen
Lattung
Schalung
DeckunterlageDeckunterlage

Diffusion

Unter Diffusion versteht man die Wasserdampfwanderung von der Seite des höheren Wasserdampfdruckes (im Winter üblicherweise innen) zur Seite des niedrigeren Wasserdampfdruckes (im Winter üblicherweise außen).
Durch Diffusion kann es im wärmegedämmten Dach zu einer schädlichen Tauwasserbildung kommen, die durch Erhöhung des Feuchtegehaltes den Wärmeschutz und die Standsicherheit der Tragkonstruktion gefährdet oder zu Schädlingsbefall führt.

Doppelmuldenfalz

Der Doppelmuldenfalzziegel ist ein Pressdachziegel mit unterbrochener Ringverfalzung. Kennzeichnend ist, dass der wasserführende Kopf- und Seitenfalz unterbrochen ist und aus einem oder auch zwei Falzen besteht. Der Doppelmuldenfalzziegel wird mit einer Mittelwulst hergestellt und kann im Verband gedeckt werden. Das Niederschlagswasser wird von Falz zu Falz oder vom Falz zur wasserführenden Ebene geführt.
DoppelmuldenfalzDoppelmuldenfalz

Durchdringung

Durchdringungen sind Bauteile oder Elemente in runder oder eckiger Form, die bei einer Aussparung in der Bauteilfläche erforderlich werden, z. B. Dachausstiege, Dachgully, Antennendurchgänge u. ä.

Durchmischen

Bei der Dachdeckung mit Dachziegeln ist eine Durchmischung geboten, um optisch sich absetzende Farbpartien bzw. Farbfelder zu vermeiden.

Ebenheit

siehe Flügeligkeit

Siehe auch:
* Dachdeckerei * Dachwohnraumfenster * Dacherker
* Solartechnik (Warmwasser) * Photovoltaik (Stromerzeugung)
* Dachausbau * Schornsteinverkleidungen * Fassadenverkleidungen
* Dachsanierungen * Bauklempnerei * Zimmerarbeiten
* Balkonsanierungen * Taubenabwehrsysteme * Wärmedämmmaßnahmen
Flügeligkeit

Einbauteil

Einbauteile sind Bauteile oder Elemente, die in Dachdeckungen, Abdichtungen oder Außenwandbekleidungen eingebaut werden, z. B. Dachflächenfenster, Lichtkuppeln, Sicherheitsdachhaken, Schneefanggitter, Wandhalterungen, Lüfter u. ä.

Siehe auch:
Abdichtungen
Außenwandbekleidungen
Dachdeckung
Dachflächenfenster
Schneefangsystem

Einfassungen

Einfassungen sind Bauteile oder Elemente, die einen regensicheren bzw. wasserdichten Anschluss von Dachdeckungen bzw. Abdichtungen an Durchdringungen gewährleisten. Sie sind in Form und Ausführung auf den jeweiligen Werkstoff abzustimmen.

Siehe auch:
Abdichtungen
Dachdeckung
Durchdringung

Einspitzer

Einspitzer sind Dachziegel/Dachsteine, die in Richtung des Kehlsparrens angearbeitet werden (rechte bzw. linke Einspitzer).

Engoben

Farbige Engoben werden durch den Auftrag mineralhaltiger Tonschlämmen mit gleicher oder einer anderen Brennfarbe erzeugt und überdecken die unterschiedlichen Brennfarben des Scherbens.

Matte Oberflächen
Engoben werden als toniger Schlicker durch Tauchen, Übergießen, Schleudern oder Spritzen auf den noch ungebrannten Dachziegel aufgetragen. Durch die Art der Auftragstechnik lassen sich auch besondere Effekte erzeugen. Engoben haben keinen Einfluss auf die sonstigen Güteeigenschaften des gebrannten Ziegelscherbens. Sie verfügen über eine ähnliche Kapillarstruktur wie der Scherben. Engoben bestehen aus einer besonders bereiteten Tonschlämme (Tonschlicker), der je nach gewünschter Farbwirkung die entsprechenden Minerale oder Metalloxide beigemischt sind.

Mattglänzende und glänzende Oberflächen
Werden zu den Tonschlämmen glasbildende Zusätze (Glasurfritten, Glasurfarbkörper) eingesetzt, erhalten die dann als Sinter-Engoben, Glanz- oder Edelengoben sowie Terra sigillata bezeichneten Oberflächen große Ähnlichkeit mit Glasuren. Da sich aber keine durch-gängige Glasschicht bildet und die Offenporigkeit erhalten bleibt, werden diese Oberflächen nicht zu den Glasuren gerechnet. Die unterschiedlichen Brennfarben des Ziegelkörpers werden überdeckt. Dachziegel müssen auch ohne Engoben gebrauchstauglich sein. Folglich stellt die Engobe keine Schutzschicht dar!

Faserzement

Faserzement ist eine Mischung von Kunststoff- und Zellstofffasern, Zusatzstoffen, Zement bzw. anderen für diesen Verwendungszweck geeigneten, Bindemitteln und Wasser. Zuschläge und Farbzusätze (Farbbeschichtungen) dürfen verwendet werden, wenn die festgelegten Anforderungen an die Eigenschaften gewährleistet sind.

Siehe auch:
DIN EN 492 und DIN EN 494
FaserzementFaserzement

Fassadenbekleidungen

Fassadenbekleidungen werden an tragenden Wandkonstruktionen aus schuppen- oder tafelförmig angebrachten ebenen oder profilierten klein- oder großformatigen Elementen hergestellt. Sie werden auch Außenwandbekleidung genannt.

Siehe auch:
Außenwandbekleidungen
Wandkonstruktion

oder:
DIN 18516-1

Fertiggauben

Fertiggauben sind industriell vorgefertigte Gauben, z. B. aus Holz oder Kunststoffen mit Anschlusselementen und Bekleidungen.

Feuchtigkeit

Feuchtigkeit wirkt sich auf die Eigenschaften und die Funktion von Bauteilen, Baustoffen und Schichten, die konstruktiven Verhältnisse, die Nutzung des Gebäudes, die Hygiene und die Gesundheit der Bewohner und Nutzer aus. Einwirkungen von Feuchtigkeit entstehen durch Niederschlag, Baufeuchte und Nutzungsfeuchte.

Siehe auch:
Niederschlag
Baufeuchte
Nutzungsfeuchte

Feuchteschutz von Dächer

Beim Feuerschutz von Dächern wird zwischen "widerstandsfähig gegen Flugfeuer und strahlende Wärme (harte Bedachung)" und "Dächer ohne Nachweis (weiche Bedachung)" unterschieden. Der notwendige Nachweis ergibt sich für einzelne Deckungen oder Abdichtungen aus DIN 4102-4 "Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Zusammenstellung und Anwendung klassifizierter Baustoffe, Bauteile und Sonderbauteile" oder es ist eine Prüfung gemäß DIN 4102-7 "Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Bedachungen" erforderlich.

Siehe auch:
Abdichtungen

oder:
DIN 4102

Flachdachziegel

Der Flachdachziegel ist ein Pressdachziegel mit mehrfacher Ringverfalzung. Kennzeichnend ist, dass der wasserführende Kopf- und Seitenfalz nicht unterbrochen ist und aus mindestens zwei oder mehreren Falzen besteht. Flachdachziegel werden in der Regel profiliert und mit unterschiedlicher Krempausbildung hergestellt. Die Krempe deckt den Wasserfalz zwischen den einzelnen Ziegeln bis auf den Rand des Nachbarziegels ab. Niederschlagswasser aus Kopf- und Wasserfalz wird auf die Mulde des gleichen (Abb. A) und/oder des darunter liegenden (Abb. B) Dachziegels abgeleitet.

Fledermausgaube

Ursprünglich als kleine Lüftungsöffnung für Speicherräume unter dem Dach eingesetzt, wird sie heute auch als Gaube zur Belichtung von Wohnräumen gebaut. Die fließende Einbindung in die Dachfläche erfordert große Dachflächen. Eine bautechnisch einwandfreie Ausführung ist nur mit kleinformatigen Deckmaterialien möglich, die sich Rundungen anpassen können.
FledermausgaubeFledermausgaube

Flügeligkeit

(Ebenheit) Abweichung einer oder mehrerer Ecken gegenüber den anderen bei einzelnen Deckwerkstoffen.

Fußwalmdach

Dabei ist die Walmfläche nur im unteren Bereich des Giebels angeordnet.
FußwalmdachFußwalmdach

Gauben

Sehr weit verbreitet sind Dachgauben (Dachgaupen), mit verschiedenen Dachformen - Sattel-, Walm-, Tonnendach bzw. als Schlepp- oder Spitzgaube - in die Dachfläche eingebunden. Rückt die Gaube an die Außenwand, spricht man von einem Zwerchhaus (Lukarne).
GaubenGauben

Gedämpfte Dachziegel

Der Scherben von als "gedämpft" bezeichneten Dachziegeln besitzt entweder im ganzen Volumen oder eine wenige Millimeter unter die Oberfläche reichende, dem Dachschiefer ähnliche, graublau-silbrige Färbung.
Die Bezeichnung "gedämpfte Dachziegel" weist auf eine seltener angewandte, besondere Brenntechnik hin. Weitere Bezeichnungen: Blaudämpfen, Blauschmauchen, Silberdämpfen, Schwarzdämpfen. Verfahren.
Unterdrückt man während des Ziegelbrandes den vollständigen Austausch der Brennatmosphäre gegen Luft, brennen Ziegel "im eigenen Dampf“. In der Vergangenheit wurde hierzu u. a. auch frisches Laub verwendet, das im Ofen verdampfte - so erklärt sich der Begriff "Dämpfen".
Bei Reduzierung der Sauerstoffzufuhr kommt es anstelle einer Oxidation zu einer so genannten Reduktionserscheinung. Durch eine kohlenstoffreiche Brennatmosphäre wird hierbei dem Eisenoxid der Sauerstoff entzogen. Aus einem sonst rot brennenden Scherben entsteht ein grau- bis anthrazitfarbener Dachziegel. Wird diese Technik heutzutage angewendet, folgt nach Beendigung des Garbrandes ein reduzierend wirkender Brennabschnitt.

Gefälle

Gefälle ist die Neigung einer Oberfläche gegen die Waagerechte, z. B. bei Rinnen, Abdichtungen, Abdeckungen.

Siehe auch:
Abdichtungen

Glasuren

Dachziegelglasuren bestehen zum überwiegenden Teil aus gemahlenen, vorgeschmolzenen Gläsern (Glasurfritten) spezieller Zusammensetzung. Um den Glasurschlicker vom Absetzen zu bewahren, werden kleine Mengen Ton zugegeben.
Es sind in der Regel Zusätze enthalten, welche die spätere Glasurschicht färben, trüben oder (seltener) auch mattieren sollen. Die Oberflächen des Ziegelformlings werden mit dem Glasurschlicker vor dem Brand besprüht. Dachziegel und Glasur werden gleichzeitig gebrannt.
Die Farbigkeit der Glasuren entsteht durch anorganische Zusätze (meist einfache Metalloxide) oder durch keramische Farbkörper (unterschiedliche Tonschlicker).
Durch den Brand bildet sich auf der Dachziegeloberfläche eine harte, glasartige, eingefärbte Schicht. Haarrisse können während des Herstellungsprozesses, aber auch später in der eingedeckten Fläche durch Spannungen entstehen. Das Rissbild wird als Craquelé (oder eingedeutscht Krakelee) bezeichnet. Zur Regulierung der Feuchteaufnahme/-abgabe sollten Dachziegel auf der Unterseite nicht glasiert sein. Haarrisse in der Glasurschicht ermöglichen den Feuchteaustausch auch auf der Dachziegeloberfläche. Jahrhunderte alte Dachziegel weisen diese Besonderheit auf und erfüllen dennoch bis heute ihren Zweck. Dachziegel müssen auch ohne Glasuren gebrauchstauglich sein. Folglich stellt die Glasur keine Schutzschicht dar!

Gliederbogen

Zur Überbrückung von Traufenüberständen können bei den Regenfallleitungen Gliederbogen eingesetzt werden. Diese bestehen aus zusammengelöteten einwärts oder auswärts geschwungenen Rohrteilstücken.

Siehe auch:
Regenfallleitung

Grate

Grate sind die außenliegenden Verschneidungslinien von zwei Dachflächen.
GratGrat

Grobkeramische Erzeugnisse

Auch als "Baukeramik für statische und architektonische Bauteile" bezeichnet. Im Gegensatz dazu: feuerfeste keramische Erzeugnisse, Feinkeramik und technische Feinkeramik.

Hauptwetterrichtung

Hauptwetterrichtung ist die Richtung, aus der im Jahresmittel die Hauptregenmenge auftritt und die Hauptwetterbeanspruchung des Bauwerks erfolgt.

Hebe Schiebe Fenste

Der Fensterflügel ist oben angeschlagen, wird beim Öffnen nach außen geklappt und kann zu etwa 2/3 zur Seite geschoben werden. Die Befestigung eines Insektenschutzgitters, einer Gardine oder eines Vorhangs ist problemlos, da kein Teil des Fensterflügels in den Raum ragt.

Hohlpfannen

Die Hohlpfanne ist ein gewölbter Strangdachziegel ohne Verfalzung und mit rundem Wasserlauf. Kennzeichnend ist, dass sie ohne Verfalzung seiten- und höhenüberdeckt wird. Die Höhenüberdeckung ist durch einen Kurzschnitt (Abb. A) variabel (Aufschnittdeckung) oder kann durch einen Langschnitt (Abb. B) (Vorschnittdeckung) vorgegeben sein.
HohlpfannenHohlpfannen

Hohlziegel

An eine breite Mulde, die wasserführende Ebene, ist seitlich eine einfache Krempe zur seitlichen Überdeckung angeformt. Die rechte obere und die linke untere Ecke sind abgeschnitten, lang für die Vorschnittdeckung, kurz für die Aufschnittdeckung.
HohlziegelHohlziegel

Hohlziegel Hohlpfanne S-Pfanne

An eine breite Mulde, die wasserführende Ebene, ist seitlich eine einfache Krempe zur seitlichen Überdeckung angeformt. Die rechte obere und die linke untere Ecke sind abgeschnitten, lang für die Vorschnittdeckung, kurz für die Aufschnittdeckung.

Innenliegende Dachrinne

Innenliegende Dachrinnen verlaufen innerhalb der Gebäudefläche im Dachbereich. Sie werden in Haltekonstruktionen oder auf durchgehenden Unterlagen verlegt. Damit bei erhöhtem Niederschlag oder verstopften Abläufen kein Wasser in das Gebäudeinnere dringen kann, müssen zusätzliche unabhängige Abläufe (Sicherheitsabläufe) oder ausreichende Notabläufe oder eine ausreichend bemessene Sicherheitsrinne mit eigener Entwässerung vorgesehen werden, die für sich allein die gesamte anfallende Niederschlagsmenge ableiten können.

Siehe auch:
Sicherheitsrinne
Sicherheitsablauf

Innerer Blitzschutz

Innerer Blitzschutz beinhaltet Maßnahmen, um die von außen eingeführten metallenen und elektrischen Systeme in den Blitzschutz-Potentialausgleich einzubeziehen. Der innere Blitzschutz beinhaltet den Potentialausgleich, den Überspannungsschutz und die Beseitigung von Näherungen. Diese Maßnahmen stehen teilweise in engem Zusammenhang mit der elektrischen Anlage.
BlitzchutzanlageBlitzchutzanlage

Kegel- PyramidendachKegel- Pyramidendach

Beide Dachformen kommen z.B. als Turmhelme vor, das Kegeldach über einem kreisförmigen, das Pyramiden- oder Zeltdach über einem quadratischen Grundriß. Das Zeltdach kann (mehrfach) gefaltet oder abgewandelt sein (Kreuzdach, Rhombendach, Faltdach).

Kehlbalkendach

Die Statik des Kehlbalkendachs entspricht dem Sparrendach, wobei die Sparren zu Durchlaufträgern mit drei Auflagern werden. Um unwirtschaftliche Sparrenquerschnitte zu vermeiden, wird bei größeren Sparrenlängen (ca. >4,50 m) eine Kehlbalkenlage eingezogen. Auch hier liegt der Vorteil in einer ungestörten Nutzbarkeit des Dachraums. Die zusätzliche Balkenlage wird sinnvoll in Raumhöhe eingezogen. Bei größeren Hausbreiten ergibt sich vielfach ein weiterer, gut nutzbarer Dachraum über der Kehlbalkenlage.
KehlbalkendachKehlbalkendach

Kehlbiber

Die Hohlpfanne ist ein gewölbter Strangdachziegel ohne Verfalzung und mit rundem Wasserlauf. Kennzeichnend ist, dass sie ohne Verfalzung seiten- und höhenüberdeckt wird. Die Höhenüberdeckung ist durch einen Kurzschnitt (Abb. A) variabel (Aufschnittdeckung) oder kann durch einen Langschnitt (Abb. B) (Vorschnittdeckung) vorgegeben sein.

Kehlen

Kehlen sind die innenliegenden Verschneidungslinien von zwei Dachflächen.
KehlenKehlen

Klapp Schwing Fenster

Der Fensterflügel ist oben angeschlagen und wird beim Öffnen nach außen geklappt. Eine zusätzliche Schwingfunktion erleichtert die Reinigung der Scheiben-Außenseite von innen. Die Bedienungsgrif-fe liegen an der Fensterunterkante. Der Beschlagaufwand ist höher als bei Schwingfenstern.

Konterlattung

Die Konterlattung ist der Teil einer Unterkonstruktion, der u. a. die Aufgabe hat, die anfallenden Lasten von der Lattung in die tragende Unterkonstruktion weiterzuleiten.

Siehe auch:
Unterkonstruktion
Lattung

Konvektion

Unter Konvektion versteht man die Strömung von Luft von der Seite des höheren zum niedrigeren Druck. Die wärmedämmende Umfassungsfläche eines Gebäudes oder Bauteils muss dauerhaft luftundurchlässig abgedichtet werden.

Korrosionsbeständig

Korrosionsbeständige Werkstoffe, z. B. Befestigungsmittel, sind solche, die unter normalen atmosphärischen Bedingungen gegen Korrosion resistent sind.

Korrosionsgeschützt

Korrosionsgeschützte Werkstoffe, z. B. Befestigungsmittel, sind solche, die mit einer Schutzschicht oder einem Überzug aus einem weitestgehend korrosionsbeständigen Material versehen sind.

Krempziegel

Der Krempziegel ist ein Pressdachziegel mit Seitenaufkantung, unterschiedlichen Krempausbildungen und ebenem Wasserlauf. Kennzeichnend ist, dass er anstelle eines Wasserfalzes eine einfache Aufkantung hat. Die Höhenüberdeckung ist variabel.
KrempziegelKrempziegel

Kreuzfuge

Eine Kreuzfuge ist dann gegeben, wenn bei einer Dachdeckung die allseitige Über- oder Unterdeckung weniger als 2 cm beträgt und damit der Verband z. B. bei eingebundenen Biberkehlen nicht mehr gewahrt ist. Die Regensicherheit ist an einer Kreuzfuge nicht mehr gewährleistet.

Krüpelwaldach

Entspricht einem Walmdach mit hochgesetzter Traufhöhe am Giebel.
KrüpelwalmdachKrüpelwalmdach

Lattung

Die Lattung ist der äußere Teil einer Unterkonstruktion, an der die Dachdeckung oder Außenwandbekleidung befestigt oder eingehängt wird.

Siehe auch:
Außenwandbekleidungen
Dachdeckung
Unterkonstruktion

Luftdichtheitsschicht

Eine Luftdichtheitsschicht hat die Aufgabe, Luftströmung (Konvektion) zu verhindern. Nähte und Stöße müssen luftdicht geschlossen sein. Luftdichte Produkte müssen auch an Anschlüssen, Abschlüssen und Durchdringungen luftdicht angeschlossen werden.

Prüfung: z. B. Blower Door

Siehe auch:
Anschlüsse
Abschlüsse
Durchdringung
LuftdichtheitsschichtLuftdichtheitsschicht

Lüftung

Lüftung ergibt sich aus dem Anschluss eines Zwischenraumes an Innen- oder Außenluft. Äußere Luftschichten können sich direkt über der Wärmedämmung oder direkt unter den Deck- bzw. Abdichtungsschichten befinden.
LüftungLüftung

MansardachMansardachMansardach

Benannt nach einem französischen Baumeister des 17. Jh., François Mansart, weist es als Sattel- oder Walmdach zwei unterschiedliche Neigungen in der Dachfläche auf, im unteren Teil steiler als im oberen. Der Vorteil dieser Dachform liegt in einer guten Raumausnutzung, einer größeren Wohn- bzw. Nutzfläche. Übliche Formen sind das Mansardwalmdach und das Mansardgiebeldach.

Massivdach

Dächer aus bewehrtem Beton, Leichtbeton oder Deckenziegeln bieten Vorteile im Brand- und Schallschutz. Sie können als Ortbeton oder aus Fertigteilen - als Platten oder Hohlkörper - erstellt werden. Sie finden sich im Hallen- und Montagebau, aber auch im Einfamilienhausbau und im höherwertigen Geschosswohnungsbau.

Mindestdachneigung

Mindestdachneigung ist die unterste Dachneigungsgrenze bei Dachdeckungen, die nicht unterschritten werden darf. Sie liegt immer unter der Regeldachneigung.

Hinweis:
Bezieht sich auf die Sparrenneigung und nicht auf die Eindeckfläche.

Siehe auch:
Dachdeckung
Regeldachneigung

Mönchziegel

Der Mönchziegel ist ein gewölbter Pressdachziegel ohne Verfalzung und mit rundem Wasserlauf. Kennzeichnend ist, dass er ohne Verfalzung die Nonnenziegel seiten- und höhenüberdeckt.
MönchziegelMönchziegel

Naturrot

Als "naturrot" bezeichnet man Dachziegel, deren Brennfarbe sich allein aus naturbelassenen Rohstoffen, ohne Zusätze von farbändernden Metalloxiden, ergibt. Die überwiegende Farberscheinung ist das eigentliche "Ziegelrot" oder "Naturrot" in der gesamten Bandbreite des Farbspiels.

Nicht brennbare Stoffe

Nicht brennbare Baustoffe A werden in folgende Baustoffklassen unterteilt:

* A1 Baustoffe ohne brennbare Bestandteile und ohne besonderen Nachweis
* A2 Baustoffe mit brennbaren Bestandteilen ( benötigen ein Prüfzeichen )

Siehe auch:
DIN 4102

Niederschlag

Niederschlag tritt als Regen, Schnee, Hagel oder Eis auf. Bei extremen Standorten oder besonderen Witterungsverhältnissen können sich diese Niederschläge in Treibregen, Flugschnee, Schnee- oder Eisschanzenbildung auswirken. Aggressive Niederschläge entwickeln sich durch in der Atmosphäre auftretende Lösungen von Stoffen und Gasen, z. B. zu "saurem Regen".

Nonnenziegel

Der Nonnenziegel ist ein gewölbter Pressdachziegel ohne Verfalzung und mit rundem Wasserlauf. Kennzeichnend ist, dass er auf der Dachlattung liegt und ohne Verfalzung von einem Mönchziegel seiten- und höhenüberdeckt wird.
NonnenziegelNonnenziegel

Notabdichtung

Unter Notabdichtung versteht man eine befristete Abdichtung als vorübergehender Schutz im Schadensfall. Notabdichtungen sind keine dauerhafte Lösung. Von einer Notabdichtung können nicht die Kriterien einer Abdichtung erwartet werden. Sie ersetzen keine Abdichtung.

Siehe auch:
Abdichtungen

Notausstiege

Notausstiege dienen als Ausgang zu Fluchtwegen. Sie können mit ihren Anforderungen von der Bauaufsicht gefordert werden. Dachflächenfenster und Fertiggauben können bei Einhaltung dieser Anforderungen als Notausstieg dienen.

Siehe auch:
Dachflächenfenster

Notdeckung

Unter Notdeckung versteht man eine befristete Abdeckung als vorübergehender Schutz im Schadensfall. Notdeckungen sind keine dauerhafte Lösung. Von einer Notdeckung können nicht die Kriterien einer Deckung erwartet werden. Sie ersetzen keine Dachdeckung.

Siehe auch:
Dachdeckung

Notüberlauf

Notüberläufe sind bei innenliegenden Dachrinnen mit Entwässerung außerhalb des Gebäudes vorzusehen, damit bei erhöhtem Niederschlag, verstopften Abläufen u. a. das anfallende Wasser sicher von den Gebäudeteilen weggeleitet wird.

Siehe auch:
Innenliegende Dachrinne

Nutzung

# Gebäudenutzung ergibt sich durch die vorhandene oder geplante Nutzung, z. B. durch Wohnen, Arbeiten oder Lagern.
# Genutzte Flächen sind Bauteil-flächen, die für den Aufenthalt von Personen oder für die Nutzung durch Verkehr vorgesehen sind.
# Nicht genutzte Flächen sind Bauteilflächen, die nur gelegentlich betreten werden sollen, z. B. zum Zwecke der Wartung und Instandhaltung.

Nutzungsfeuchte

Nutzungsfeuchte ist die in der Raumluft enthaltene Luftfeuchte. Die Größenordnung ist abhängig vom Luftaustausch und von dem Lüftungsverhalten der Benutzer.

Patina

Ursprünglich nur der Oxidüberzug auf Bronze. Heute allgemeine Bezeichnung für Altersspuren. Bei Dachziegeln/Dachsteinen entsteht die Patina durch Umwelteinflüsse und Immissionen wie Grün-bildung (Veralgung), Ruß, Pollen, Staub, Metalloxide, Vogelkot etc..
Es handelt sich um einen natürlichen Vorgang, der abhängig von Umweltbedingungen verlangsamt oder beschleunigt abläuft und von dem alle Außenbauteile, selbst Glas, gleichermaßen betroffen sind.

Pfettendach

Traditionell in Süddeutschland und im Alpenraum üblich, lässt sich ein Pfettendach praktisch bei jeder Dachneigung realisieren. Zahlreiche Varianten sind möglich, das Grundprinzip sind jedoch Sparren, die auf Fuß- und Firstpfetten aufliegen. Die Firstpfette ist bei größeren Haustiefen durch senkrechte Ständer - meist mit Kopfbändern - auf der obersten Geschossdecke unterstützt. Bei größeren Sparrenlängen werden zwischen Fuß- und Firstpfette zusätzliche Pfetten angeordnet ("Einfach, zweifach, dreifach... stehender Pfettendachstuhl"). Die Grafik zeigt einen zweifach stehenden Pfettendachstuhl.
Pfetten-DachPfetten-Dach

Photovoltaik

Photovoltaik ist die Wandlung von Sonnenstrahlung in Elektrizität.

Pressdachziegel

Durch Formen in einer Formpresse (Revolverpresse) entsteht aus Rohmaterial der Pressdachziegel.
Pressdachziegel sind profilierte, konisch geformte oder gewölbte Dachziegel. Sie werden mit einfachen oder mehrfachen Kopf-, Fuß- und Seitenfalzen hergestellt (Ringverfalzung) oder auch ohne Verfalzung.
Die Seitenverfalzung besteht aus Wasser- und Deckfalz.

Pultdach

Eine der einfachsten Dachformen ist das Pultdach, heute häufig verwendet bei kompakten Bauten nach dem Niedrigenergiestandard, bei Wirtschaftsgebäuden oder als Dach von Anbauten an höhergeführten Außenmauern, z.B. als Dach von Seitenschiffen einer Basilika.
PultdachPultdach

Rechteckdoppeldeckung, englische Deckung

Regeldachneigung 22°. Rechteckige oder quadratische Schieferplatten werden nach Art einer Biberschwanzdeckung verlegt. Neben einer Deckung auf Schalung ist auch eine Deckung auf Dachlatten möglich.
Rechteckdoppeldeckung, englische DeckungRechteckdoppeldeckung, englische Deckung

Reformziegel

Der Reformziegel ist ein Pressdachziegel mit unterbrochener Ringverfalzung. Kennzeichnend ist, dass der wasserführende Kopf- und Seitenfalz unterbrochen ist und aus einem oder auch zwei Falzen besteht. Der Reformziegel wird ohne Mittelwulst hergestellt. Das Niederschlagswasser wird von Falz zu Falz geführt.
ReformziegelReformziegel

Regeldachneigung

Regeldachneigung ist die unterste Dachneigungsgrenze, bei der sich in der Praxis eine Dachdeckung als regensicher erwiesen hat.

Hinweis:
Bezieht sich auf die Sparrenneigung und nicht auf die Eindeckfläche.

Siehe auch:
Dachdeckung

Regenfallleitung

Regenfallleitungen, die überwiegend außerhalb des Gebäudes liegen, bestehen aus Regenfallrohren und Zubehör.

Regenfallleitungen, die innerhalb des Gebäudes verlegt werden, müssen aus zugelassenen Entwässerungssystemen hergestellt werden.

Systeme für innenliegende Regenwasserleitungen können auch außerhalb des Gebäudes verlegt werden.

Siehe auch:
Regenfallrohr

Regenfallrohr

Regenfallrohre haben meist kreisförmige oder quadratische Querschnitte. Sonderformen müssen mindestens den gleichen Querschnitt wie das entsprechende Rohr mit kreisförmigem Querschnitt aufweisen. Die Regenfallrohr-Bezeichnung ergibt sich aus der Rohrform, der Nenngröße, dem verwendeten Metall und der Art der Längsnaht. Die Nenngröße ergibt sich bei runden Rohren aus dem Durchmesser und bei quadratischen Rohren aus der Seitenlänge. Für die Abmessungen der Regenfallrohre aus Kunststoff gelten die Angaben der Hersteller.

Regensicherheit

Schuppenförmig zu deckende Werkstoffe sind naturgemäß regensicher. Die Einzelelemente solcher Deckungen sind entsprechend ihrer jeweiligen Güteanforderung als wasserdicht bzw. wasserundurchlässig einzustufen, in ihrem Zusammenwirken als Dachhaut ist von einer Regensicherheit auszugehen.Die Regensicherheit ist u. a. von folgenden Faktoren abhängig : Deckwerkstoff, Deckungsart und Dachneigung.

Siehe auch:
Dachneigung

Reihendeckung

Bei der Reihendeckung erfolgt die Deckung der Deckwerkstoffe z. B. Dachziegel, Dachsteine, Schiefer in senkrechten Reihen (nicht seitlich versetzt). Die senkrechten Linien der Deckwerkstoffe laufen durch.
ReihendeckungReihendeckung

Rinneneinlaufblech

Ein Rinneneinlaufblech ist ein Traufblech, das das anfallende Niederschlagswasser an der Dachtraufe in die Dachrinne leitet.

Siehe auch:
Traufblech
Dachrinnen

Rinnenheizung

Rinnen- oder Dachflächenheizungen werden eingesetzt, um Vereisungen von Dachrinnen, Dachgräben, Regenfallrohren oder Dachtraufen zu verhindern, damit das Schmelzwasser ungehindert ablaufen kann. Die selbstregelnden elektrischen Heizanlagen werden über Temperatur- und/oder Feuchtefühler gesteuert.

Siehe auch:
Dachgraben
Dachrinnen
Regenfallrohr

Rohrdurchführung

Rohrdurchführungen sind Durchdringungen, die z. B. bei Solaranlagen oder Lüftungsanlagen erforderlich sind.

Siehe auch:
Durchdringung

Satteldach

Das Sattel- oder Giebeldach ist die am weitesten verbreitete Dachform in Europa.
SatteldachSatteldach

Schablonendeckung

Schablonendeckungen werden mit Steinen gleicher Höhe und Breite ausgeführt. Hierbei wird nach Deckungen mit Höhenüberdeckung und seitlicher Überdeckung (z.B. Schuppendeckung, Bogenschnittschablonendeckung) und nach Deckungen mit ausschließlicher Höhenüberdeckung unterschieden (z.B. Rechteckdoppeldeckung, Spitzwinkeldeckung). Verschiedene Formen, die schindelartig gedeckt werden, sind möglich: Sechsecke, Achtecke, Rechtecke, Rauten. Verschiedenfarbige Schiefer können zu Ornamenten angeordnet werden (Musterdeckung).
Die Regeldachneigung für Schablonendeckungen liegt bei 25° für die Schuppendeckung und Bogenschnittdeckung, bei 30° für die Spitzwinkeldeckung und bei 22° für die Rechteckdoppeldeckung.

SchablonendeckungSchablonendeckung

Schallschutz

Schallschutz-Maßnahmen haben die Aufgabe zu verhindern, dass Geräusche von gesundheitsschädigendem Ausmaß in bewohnte oder genutzte Gebäude eindringen oder aus Gebäuden auf das Umfeld einwirken können. Auch innerhalb eines Gebäudes muss die Schallübertragung unterbunden oder abgemindert werden. Zu unterscheiden sind:

* Körper- oder Trittschall, der über Bauteile oder Werkstoffe weitergeleitet, und
* Luftschall, der durch schwingende Luftschichten übertragen wird.

Siehe auch:
DIN 4109

Schalung

Schalungen sind im Gegensatz zu Lattungen flächige Bauteile, auf denen Deckungen oder Abdichtungen befestigt werden oder die als Unterlage für Unterdächer oder Unterdeckungen dienen.

Siehe auch:
Abdichtungen
Lattung

Schichtstück

Ein Schichtstück (Nocke) ist ein Anschluss-Blechstück, dessen Länge mindestens der des jeweiligen Deckwerkstoffes entsprechen muss. Es besteht aus dem den Deckwerkstoff über- oder unterdeckenden Schenkel sowie aus dem wandseitigen, an dem aufgehenden Bauteil hochgeführten Schenkel. Schichtstücke (Nocken) werden auch bei der Ausführung von Kehlen (Nockenkehle) verwendet.

Schiefer

Schiefer ist ein Gestein, das sich durch ein extrem straffes Parallelgefüge auszeichnet und das sich ebenflächig, dünn und leicht spalten lässt. Schiefer ist aus tonigen Sedimentgesteinen hervorgegangen und gehört gesteinskundlich in einen Bereich, der an der Grenze zwischen Sediment und metamorphem Gestein beginnt und bei den schwach metamorphen Phylliten endet. Glimmer- und z. T. auch Chloritminerale (d. h. Schichtsilikate) sind die überwiegenden und wichtigsten Bestandteile. Schiefer müssen, damit sie technisch genutzt werden können, bestimmte gesteinskundliche Anforderungen an ihre Verwitterungsbeständigkeit erfüllen.

Dach- und Wandschiefer gehören zu den kleinformatigen Deckwerkstoffen.

Der für Dachdeckungen geeignete Tonschiefer wird im Tage- und Untertagebau hauptsächlich aus Gruben im Rheinischen Schiefergebirge, im Sauerland, in Thüringen und in Spanien gewonnen. Schiefer müssen, damit sie technisch genutzt werden können, be-stimmte gesteinskundliche Anforderungen an ihre Verwitterungsbe-ständigkeit erfüllen. Mit diesem Deckmaterial lässt sich nahezu jede, auch komplizierte und dreidimensional geformte Dachfläche decken. In schuppenartiger Deckung überlagern sich die einzelnen, mit spe-ziellen Nägeln auf einer festen, mind. 24 mm dicken Schalung mit Vordeckung befestigten Platten, an zwei Seiten. Für die unterschied-lichen Dachdeckungen sind vorgefertigte Schiefer (Standardformate) und Rohschiefer (Zubehörformate) verfügbar. Bei Deckungen mit seitlicher Überdeckung ist gegebenenfalls die Hauptwetterrichtung zu beachten. Die Spaltstärke der Schiefer soll 4 bis 6 mm, im Mittel 5 mm, betragen. Bei größeren Steinen können dickere Spaltdicken vorkommen. Schiefer ist ein Gestein mit natürlichen Farbschwankungen. Damit ein annähernd einheitliches Farbbild der Dach- und Wandflächen sowie der dazugehörigen Details erreicht wird, ist nur Schiefer aus einer Grube bzw. Bruch zu verwenden. Unterschiedli-che Oberflächenstrukturen und natürliche Auflagerungen wie Dendriten (pflanzenartige Zeichnung) sind möglich.

Siehe auch:
DIN 52201

Schneefangsystem

Das Schneefangsystem soll den abrutschenden Schnee im Traufbereich oder bei längeren Dächern (größere Sparrenlänge) auch auf der Dachfläche festhalten. Es kann bestehen aus:

* Schneefanggittern (in verschiedenen Höhen und Materialdicken) mit dazugehörigen Stützen,
* Schneefangprofilen (Winkelstahl, Rundhölzer usw.) mit Haltern,
* Rohrschneefang-Systemen mit Klemmlaschen, passend zu einer Metalldeckung.

(Nicht zu verwechseln mit Schneestoppsystem)

Siehe auch:
Schneestoppsystem

Schneerückhaltesystem

Maßgebend für Schneerückhaltesysteme sind die örtlichen Verhältnisse und die üblichen klimatischen Bedingungen in Verbindung mit der Dachneigung, der Dachlänge (Sparrenlänge) und der Größe sowie der Lage der gegen "Dachlawinen" zu schützenden Bereiche am Gebäude. Der Schnee- und Eisschutz ist in zwei Systeme zu unterscheiden, die entweder den abrutschenden Schnee auffangen oder das Abrutschen des Schnees flächendeckend verhindern.

Siehe auch:
Dachneigung

Schneestopsystem

Das Schneestoppsystem soll den Schubeffekt des auf dem Dach liegenden Schnees durch entsprechend ausgeführte Einzelelemente verstärken und ausnutzen und das Abrutschen des Schnees möglichst flächendeckend verhindern. Es kann hergestellt werden aus Schneestoppern in verschiedenen Ausführungen und passend zur Deckung.

(Nicht zu verwechseln mit Schneefangsystem)

Siehe auch:
Schneefangsystem

Schuppendeckung

Die Regeldachneigung beträgt 25°. Bei dieser Deckungsart ergeben Schieferplatten gleicher Größe ein regelmäßiges Deckbild. Die Gebindesteigung ist von der Dachneigung abhängig.

SchuppendeckungSchuppendeckung

Schwanenhals

Zum Überbrücken von Dachüberständen können bei den Regenfallleitungen Schwanenhälse eingesetzt werden. Der Schwanenhals besteht aus zwei oder mehreren gefertigten Rohrbogen.

Siehe auch:
Regenfallleitung

Schwingfenster

Der bewegliche Fensterflügel wird meist mittig im Rahmen in Schwingscharnieren gehalten. Der Flügel ist damit immer im Gleichgewicht, so dass einfache Beschläge ausreichen. Schwingfenster werden meist mit oben am Flügel angebrachten Bedienungsgriffen geöffnet und geschlossen. Sie sind daher ohne Zusatzelemente mit einer niedrigen Fensterunterkante einbaubar, entsprechend DIN 5034 und der für Senkrechtfenster üblichen Einbauart.
Unten angebrachte Griffe sind seltener, da hiermit der Einbau bei niedrig liegender Fensterunterkante unkomfortabel ist. Schwingfenster sind robust und erfordern nur geringen Pflege- und Wartungs-aufwand.

Shedach - Sägedach

Ein aus mehreren parallel hintereinanderliegenden Pultdächern zusammnengesetzes Dach, oft bei (Fabrik-)Hallen mit großer Tiefe eingesetzt. Wird der senkrechte Teil verglast, ist eine gute Ausleuchtung der Hallen mit Tageslicht möglich.

Sicherheitsablauf

Sicherheitsabläufe sind Durchlassöffnungen mit entsprechenden Rohrführungen bei Dächern, Balkonen u. a. mit geschlossener Brüstung oder Attika.

Sicherheitsrinne

Die Sicherheitsrinnen sind eigenständige Entwässerungsvorrichtungen, z. B. unter innenliegenden Dachrinnen oder Dachgräben.

Siehe auch:
Dachgraben
Innenliegende Dachrinne

Sockelknie - Mauervorsprung

Zum Überbrücken von Gesimsen, Wand- oder Gebäudeversprüngen können bei den Regenfallleitungen Sockelkniestücke eingesetzt werden. Diese bestehen aus zwei oder mehreren industriell gefertigten Rohrbogen oder aus manuell mittels Gehrung zusammengesetzten sogenannten Sprungrohren.

Siehe auch:
Regenfallleitung

Solartechnik

Solartechnik ist die Technik, die aus der Umwelt entnommene, überleitete, direktgenutzte oder im Speicher gesammelte Energie aus Sonnenstrahlung nutzbar macht. Es wird unterschieden in Solarthermie und Photovoltaik.

Solarthermie

Solarthermie ist die Übertragung der Wärme aus der Sonnenenergie auf ein Medium in einem geschlossenen System

Sparrendach

Entstanden im Mittelalter für steilgeneigte Dächer (ca. >40°), zeichnen sie sich durch größere Quersteifigkeit als Pfettendächer und einen ungestört nutzbaren Dachraum aus. Die Sparren bilden mit dem horizontalen Dachbalken bzw. der obersten Geschossdecke statisch ein Dreigelenksystem. Die einzelnen Einheiten werden in geeigneten Abständen hintereinander gereiht und zur Längsausstei-fung mit einem diagonal - meist - aufgenagelten Metall-Windrispenband versehen.

SparrendachSparrendach

Standrohre

Standrohre bilden den Übergang zwischen den Regenfallrohren und den Grundleitungen. Sie sind aus dickeren, schlagfesteren, gleichen oder materialverträglichen Werkstoffen hergestellt.

Siehe auch:
Regenfallrohr

Standsicherheit

Bauliche Anlagen müssen im ganzen und in den einzelnen Teilen für sich allein standsicher sein. Dazu sind Standsicherheitsnachweise erforderlich, die im Rahmen der Gebäudeplanung von Sonderfachleuten, wie z. B. Tragwerksplanern, Statikern, erstellt werden und die Bemessung der konstruktiven Tragglieder festlegen. Die Festlegungen berücksichtigen als Lastannahmen u. a. auch die Eigengewichte der Baustoffe, Windlasten, Verkehrslasten, Schneelasten und Eislasten.

Siehe auch:
DIN 1055

Strandachziegel

Durch Ablängen und Formen eines kontinuierlich aus einer Schneckenpresse heraustretenden Strang aus Rohmaterial entsteht der Strangdachziegel.
Strangdachziegel sind ebene oder gewölbte Dachziegel. Sie werden ohne oder mit Seitenverfalzung hergestellt. Die Ausbildung der Falze im Überdeckungsbereich, die Form und die Höhenüberdeckung bestimmen die Regensicherheit der Dachdeckung.

Strangalzziegel

Der Strangfalzziegel ist ein Strangdachziegel in ebener oder gewölbter Form mit Seitenverfalzung. Die Höhenüberdeckung ist variabel.

StrangfalzziegelStrangfalzziegel

Systemdach

Selbsttragende Dachelemente mit einer Tragstruktur aus Holz oder Profilstahl werden komplett vorgefertigt zur Baustelle geliefert. Die Sandwichelemente enthalten eine oft tapezierfertige Unterseite. Die Wärmedämmung kann aus mineralischen Platten bzw. Matten, Hartschäumen oder Granulaten bzw. Flocken bestehen. Die Bedingungen der Dampfdiffusion und -konvektion werden erfüllt. Von der Traufe zum First verlegt, sind die Elemente bereits für den Anschluss untereinander vorbereitet. Nach Aufbringen der Konter-und Traglattung erfolgt die Dachdeckung.

Systemteile

Systemteile sind Bauteile oder Elemente, die in ihrer Formgebung, Farbe und ihren Eigenschaften auf die jeweiligen Hauptmerkmale eines Werkstoffes abgestimmt sind. Systemteile gelten als ein übergeordnetes Ganzes, deren Veränderungen an den Einzelbauteilen einen Eingriff in die Haftungsverhältnisse bewirkt.

SystemteileSystemteile

Tonnendach

Die Form des Tonnendaches folgt der eines Tonnengewölbes.

TonnendachTonnendach

Traglattenabstand

Traglattenabstand ist die Distanz zwischen Oberkante einer Dachlatte und der Oberkante der nächsten Dachlatte bei Deckungen.
Die Traglattenabstände werden bei Dachziegeln und Dachsteinen unter anderem bestimmt durch

* Dachziegel-/Dachsteinlänge,
* Dachziegel-/Dachsteinform,
* mögliche Decklänge,
* dachneigungsabhängige Höhenüberdeckung,
* Sparrenlänge bzw. Konterlattenlänge,
* notwendigen Überstand der Deckung an der Traufe,
* notwendigen Traglattenabstand zum Firstscheitelpunkt.

TraglattenabstandTraglattenabstand

Traufblech

Das Traufblech ist das Anschlussblech an der Traufe. Es kann die Aufgabe des Rinneneinlaufbleches oder des Tropfbleches erfüllen. Bei Metalldeckungen kann es auch die Funktion eines durchgehenden Haftstreifens (Vorstoßblech) erfüllen.

Siehe auch:
Tropfblech
Rinneneinlaufblech

Tropfblech

Ein Tropfblech ist ein Traufblech, das an der Dachtraufe ohne Dachrinne das anfallende Niederschlagswasser ableitet, ohne dass die Unterkonstruktion gefährdet wird. Das Tropfblech wird ebenfalls verwendet, um an der Traufe von Unterdächern das Schmelzwasser abzuleiten.

Siehe auch:
Unterkonstruktion
Traufblech
Dachrinnen

Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion besteht aus dem Tragwerk mit oder ohne Deckunterlage.

Siehe auch:
Deckunterlage

UnterkonstruktionUnterkonstruktion

Unterläufer

Unterläufer sind Biberschwanzziegel, die rechts oder links von der Lager- oder Deckschicht überdeckt werden. Diese Biber werden entweder von Hand in der Dicke abgeschrägt oder auch konisch geliefert.

Verbanddeckung

Bei der Verbanddeckung erfolgt die Deckung der Deckwerkstoffe z. B. Dachziegel, Dachsteine, Schiefer in seitlich versetzter Verlegeweise. Die senkrechten Linien der Deckwerkstoffe laufen nicht durch sondern sind um einen halben Deckwerkstoff (halber Verband), einen viertel Deckwerkstoff (Viertelverband) oder ähnlich versetzt.

VerbanddeckungVerbanddeckung

Verschiebeziegel

Der Verschiebeziegel ist ein Pressdachziegel mit Verschiebefalz und in der Regel eine Sonderform mit unterbrochener Ringverfalzung. Kennzeichnend ist, dass Kopf- und Seitenfalzung eine um mindestens drei oder mehrere Zentimeter große Höhenverschiebbarkeit ermöglichen.

Vordeckung

Unter Vordeckung versteht man die Abdeckung, z. B. von Holzschalung vor der Weiterarbeit, also vor dem Ausführen der eigentlichen Dachdeckung, Abdichtung oder Außenwandbekleidung. Je nach Art und Ausführung der Vordeckung kann sie auch als Behelfsdeckung dienen oder zu einem Unterdach oder einer Unterdeckung beitragen.

Siehe auch:
Abdichtungen
Außenwandbekleidungen
Behelfsdeckungen
Dachdeckung
Vordeckung

Vorgehängte Dachrinne

Bei den vorgehängten Dachrinnen gibt es die

* halbrunde Dachrinne,
* kastenförmige Dachrinne,
* Gesimsrinne,
* Dachrinne mit Sonderform

aus Metall und aus Kunststoff.

Die Vorderkante der Dachrinnen weist einen runden Wulst oder einen aus mehreren Kantungen bestehenden Wulst auf. Die hintere Kante ist mit einem Wasserfalz ausgebildet.

Siehe auch:
Dachrinnen

Vorschnittdeckung

Zu dieser Deckung werden Hohlpfannen mit Langschnitt verwendet. Am Schnittpunkt von vier Ziegeln liegen jeweils drei übereinander. Die Regeldachneigung liegt bei 40°.

VorschnittdeckungVorschnittdeckung

Walmdach

Werden bei einem Satteldach die Giebelflächen durch Dachflächen ersetzt (Walm, Schopf), entsteht das Walmdach.

WalmdachWalmdach

Wandkonstruktion

Wandkonstruktionen bestehen aus mehreren Einzelschichten, die in ihrer Funktion zusammenwirken. Je nach Anordnung der Schichten unterscheidet man

* einschalige, nicht durchlüftete Konstruktionen, oder
* mehrschalige, durchlüftete Konstruktionen.

WandkonstruktionWandkonstruktion

Wasserbiber

Wasserbiber sind Biberschwanzziegel, die direkt auf der Kehlmittellinie gedeckt sind.

Wärmedurchgangskoeffizient

Der Wärmedurchgangskoeffizient k oder U gibt an, welche Wärmemenge gemessen in der Energieeinheit Ws in einer Sekunde durch einen Quadratmeter eines Bauteils bestehend aus mehreren Einzelschichten hindurchgeht, wenn zwischen den beiden Stirnflächen ein Temperaturunterschied von einem Kelvin besteht. Der Wärmedurchgangskoeffizient wird üblicherweise errechnet und wird oft aus Wärmeschutzgründen als Maximalwert vorgegeben.

WärmedurchgangskoeffizientWärmedurchgangskoeffizient

Wärmedurchlasskoeffizient

Der Wärmedurchlasskoeffizient Lambda oder 1/R gibt an, welche Wärmemenge gemessen in der Energieeinheit Ws in einer Sekunde durch einen Quadratmeter einer Stoffschicht der Dicke d hindurchgeht, wenn zwischen den beiden Stirnflächen der Stoffschicht ein Temperaturunterschied von einem Kelvin besteht. Der Wärmedurchlasskoeffizient errechnet sich aus dem Quotienten aus der Wärmeleitfähigkeit geteilt durch die Dicke.

WärmedurchlasskoeffizientWärmedurchlasskoeffizient

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit Lambda gibt an, welche Wärmemenge gemessen in der Energieeinheit Ws in einer Sekunde durch einen Quadratmeter einer ein Meter dicken Stoffschicht hindurchgeht, wenn zwischen den beiden Stirnflächen der Stoffschicht ein Temperaturunterschied von einem Kelvin besteht. Die Wärmeleitfähigkeit wird üblicherweise angegeben oder kann aus Tabellen abgelesen werden.

WärmeleitfähigkeitWärmeleitfähigkeit

Wärmeschutz

Der Wärmeschutz im Hochbau umfasst insbesondere alle Maßnahmen zur Verringerung der Wärmeübertragung durch die Umfassungsflächen eines Gebäudes und durch die Trennflächen von Räumen unterschiedlicher Temperaturen. Der Wärmeschutz hat bei Gebäuden Bedeutung für die Gesundheit der Bewohner durch ein hygienisches Raumklima, den Schutz der Baukonstruktion vor klimabedingten Feuchteeinwirkungen und deren Folgeschäden, einen geringeren Energieverbrauch bei der Heizung und Kühlung, die Herstellungs- und Bewirtschaftungskosten.

Siehe auch:
Merkblatt Wärmeschutz bei Dächern

WärmeschutzWärmeschutz

Wärmeübergangskoeffizient

Der Wärmeübergangskoeffizient alpha gibt an, welche Wärmemenge gemessen in der Energieeinheit Ws in einer Sekunde zwischen einem Quadratmeter der Oberfläche eines Bauteils und der angrenzenden Luft übertragen wird, wenn der Temperaturunterschied zwischen der Oberfläche des Bauteils und der Luft ein Kelvin beträgt.

Übergangsziegel

Übergangsziegel (An-/Absetzer) sind flügelige Biberdachziegel, die ein Überdecken der Unterläufer erleichtern.

Ziegelscherben

Technische Bezeichnung für den aus Ton gebrannten ganzen Dachziegel.

Zusammensetzung Dachsteine

ca. 70% klassierter, gewaschener Sand bzw. Recyclinggut:
Die für Dachsteine geeignete Sieblinie wird bereits in der Sandgrube abgestimmt, um zusätzliche Transporte zu vermeiden. Der Sandanteil kann vollständig durch recycelte, gebrauchte Dachpfannen ersetzt werden.

ca. 21% Zement
Aus Kalkmergel, einem natürlichen Gemisch von Kalkstein und Ton, wird Zement durch Brechen, Trocknen, Brennen und Mahlen gewonnen.

ca. 7,5% Wasser
Das benötigte Wasser wird zu großen Teilen aus aufgefangenem Oberflächenwasser entnommen. Prozessabwässer werden gereinigt und wiederverwendet.

ca. 1,5% Oberflächenbeschichtung
Je nach Farbe und Oberfläche des Dachsteins setzt sich die Oberflächenbeschichtung aus unterschiedlichen Gewichtsanteilen von Metalloxiden und Beschichtungsmaterialien zusammen. Die Oberfläche der meisten Dachsteine ist mit einer Acrylatbeschichtung auf Wasserbasis vergütet. In die Farbe eingebettet sind wiederum Eisenoxidpigmente und feine mineralische Füllstoffe. Die Vergütung ist sinnvoll, um ggf. auftretende Ablagerungen und natürlichen Bewuchs zu vermindern. Die Farben der Dachsteine decken die traditionellen Dachfarben in Deutschland ab. Die physikalisch-chemische Zusammensetzung der Farbpigmente ist identisch mit denen, die von Natur aus diese Dachfarben erzeugen: Die Eisenoxide, z.B. Fe2O3 und Fe3O4, kommen in der Natur in den Gesteinen Hämatit und Magnetit vor. Die Dachstein-Pigmente werden durch die Oxidation von Eisenspänen mit Luftsauerstoff erzeugt. Die eingesetzten Pigmente sind in Wasser und in Verbindung mit Kalk und Zement unlöslich und können nicht ausgewaschen werden. Sie sind äußerst licht- und UV-beständig.

Zusammensetzung DachsteineZusammensetzung Dachsteine

Zusammensetzung Dachziegel

Rohstoffe
Die Rohstoffe für die Herstellung von Tondachziegeln - Tone und Lehme - sind natürliche Bestandteile der Erdkruste. Sie bestehen vorwiegend aus Tonmineralien (Illit, Kaolinit und untergeordnet Smektit) und Quarz. Daneben führen sie auch Feldspäte und Eisenmineralien.

Struktur
Frisch gepreßte Dachziegel bestehen zu etwa 60 Vol.-% aus festen Bestandteilen (Ton und Lehme) und zu etwa 40 Vol.-% aus mit Wasser gefüllten Poren. Beim Trocknen wird das Wasser aus den Poren ausgetrieben. Dabei schwindet der Ziegel je nach Materialstruktur. Gleichzeitig entstehen mit Luft gefüllte Poren. Beim Brennen werden die Tonmineralien in mehreren Reaktionsschritten zu Silikaten umgewandelt. Es entsteht eine Glasphase, die die Quarzkörner (Stützkorn) wie ein Kleber zusammenhält. Der gebrannte Ziegel besteht letztlich aus einer wasserunlöslichen Verbindung der Bestandteile zu keramischem Scherben.

Farbe
Die Farbe des Dachziegels entsteht durch die jeweilige Brenntemperatur und im Rohstoff vorhandene Eisenoxidanteile. Eine gleichmäßige oder gleichbleibende Färbung, z. B. in Anlehnung an die RAL-Farbtonkarte, ist nicht möglich.

Zusammensetzung Schiefer

Schiefer ist ein Umwandlungsgestein (metamorphes Gestein), dass vor ca. 345 - 400 Millionen Jahren aus feinstkörnigen Ton-Schlamm-Massen, die sich am Meeresboden abgelagert haben, hervorgegangen ist. Hoher Druck und die spätere Gebirgsfaltung bewirkten die Ausrichtung der Glimmerlagen, auf denen die Spaltbarkeit des Schiefers beruht. Von den verschiedenen Schieferarten eignet sich besonders der Tonschiefer für Dachdeckungen. Die Qualität eines Schiefers steigt mit der Anzahl und der Vernetzung der Glimmerlagen. Schiefer mit einem Kalkgehalt über 20 % (CaCO3) eignen sich nicht für Dachdeckungen. Aber auch die Langlebigkeit des Produkts ist ein wesentliches Qualitätskriterium. Die Farbe des Schiefers ist in aller Regel grau bis graublau, wobei sich die Farbe des Schiefers mit den Jahren verändert.

Mineralische Zusammensetzung:

30 - 60% Sericit, ein feinkörniger Hellglimmer (Muskovit), wichtig für die Spaltfähigkeit und die geschmeidige Bearbeitbarkeit des Schiefers.

10 - 30% Chlorit, ebenfalls wichtig für die Spaltfähigkeit und außerdem für die Farbe des Schiefers. Diese beiden Bestandteile sind sogenannte Blattsilikate, d. h. Minerale, die in sehr feiner Korngröße plättchenförmig und in Lagen angeordnet sind.

20 - 40% Quarz, verleiht dem Schiefer Festigkeit und Härte.

0 - 5% Kalkspat oder andere Carbonate

0 - 3% sonstige Minerale wie Feldspäte, Rutil, Erze und Kohle, die z.T. dem Schiefer ebenfalls eine charakteristische Farbe geben. Die meisten Minerale liegen in sehr feiner Korngröße vor, so z. B. in Tonkorngröße (deswegen auch die Bezeichnung Tonschiefer) von 0 - 0,002 mm (oder 2 Mikrometer) und nur z.T. in Siltkorngröße von 0,002 - 0,06 mm. Der feinen Korngröße hat der Schiefer auch normalerweise seine dunkle Farbe zu verdanken. Gröbere oder rauhere Schiefer, d.h. Schiefer mit mehr Siltkorn, sind z.T. heller gefärbt.

Zusätzliche regensichernde Maßnahmen

Als zusätzliche regensichernde Maßnahmen werden Unterdächer, Unterdeckungen und Unterspannungen unterhalb von Dachdeckungen angeordnet, um vor eindringender Feuchtigkeit, Flugschnee und Staub zu schützen.

Siehe auch:
Dachdeckung
Feuchtigkeit

Zusätzliche regensichernde MaßnahmenZusätzliche regensichernde Maßnahmen

Äußerer Blitzschutz

Äußerer Blitzschutz besteht aus der Fangeinrichtung, der Ableitungseinrichtung und der Erdungsanlage. Der äußere Blitzschutz steht in engem Zusammenhang mit dem Aufbau des Daches. Durch die Anlagenteile der Blitzschutz-Systeme darf die Dichtigkeit bzw. Regensicherheit eines Daches nicht beeinträchtigt werden.

Siehe auch:
BlitzschutzsystemBlitzschutzsystem

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Zu folgenden Bereichen können Sie bei uns als Dachdecker - Zimmermann Eingetragen werden, sollten Sie weitere Kategorien wünschen bitten wir um einen Hinweis !

Flachdach

Dachbahnen:
Klebebahnen – Schweißbahnen – Spezialbahnen – Sanierungsbahnen – Kaltklebebahnen – Kunststoff–Dachbahnen: Evalon – Rhepanol – Rhenofol – Resistit – Saargummi – Wolfin – PE-Folie Bitumenprodukte – Kaltklebetechnik – Klebemassen – PU–Kleber – Dachanstriche – Spachtelmassen – Kemperol – Bautenschutzmatten – Vergussmassen – Eco-Raster-Rasengitter

Dämmstoffe:
Automatenplatten – Foamglas – Isover – Nevolit – Perlite – Isola – PU-Hartschaumplatten – Rockwool – Roofmate – Styrodur – Isofoam

Dachkantenabschlußprofile:
Alural – Alwitra – Bug – Pohl

Lichtkuppeln:
Rauch– und Wärmeabzugsanlagen – Dachausstiege – Elektroöffner

Flachdachzubehör:
Gullies – Entlüfter – Flachdachausstiege mit Bodentreppe –Absturzsicherungen, Kies – Betonplatten – Drainplatten – Extensive Dachbegrünung: Wurzelschutz– und Drainagebahnen – Filtervliese – Dachgartensubstrat

Steildach

Dachziegel:
Tondachziegel – Betondachsteine – Vordeckbahnen – Metalldachpfannen – Steildachzubehör

Dachschiefer:
inländische und ausländische Fabrikate Dachschindeln aus Bitumen

Faserzement:
Wellplatten – Dachplatten - Polyester-Lichtplatten – Doppelstegplatten – PVC– und Acrylglasplatten – Bitumenwellplatten - Dachlatten – Schalung – Kanthölzer – Spanplatten – Sperrholzplatten – Abbund

Dachfenster:
verzinkte Dachfenster für sämtliche Eindeckungsarten – Thermofenster - Dachrinnen und Fallrohre aus Zink, Kupfer, Edelstahl und Kunststoff – Dachentwässerungszubehör, Dachausbau, Wärmedämmung: Dämmstoffe – Klemmfilz – Aufsparrendämmung – Steinothan – Isover – Rockwool – Thermolan – Heraklith

Wohnraumfenster:
Roto – Velux

Gauben:
Luxia

Fassaden

Naturschiefer:
inländische und ausländische Fabrikate

Faserzement:
TRESPA – Rockpanel – Eternit

Fassadenzubehör:
PVC-Profile – Dübel – Dämmstoffhalter – Unterkonstruktionen

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Quelle: Dachziegel.de

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