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Dachdämmung

Umfassender Schutz mit einer Dachisolierung! Alle Funktionen und Preise im Überblick

Eine Dachisolierung schützt Ihr Haus umfassend gegen Wärmeverlust und eindringende Feuchtigkeit. Doch wie funktioniert eine Dachisolierung? Welche Möglichkeiten hat der Fachmann und welche Dämmvarianten passen zu Ihren Bedürfnissen? Hier lesen Sie alle Einzelheiten zu den Isoliermethoden, den benötigten Materialien und den zu kalkulierenden Kosten!

Dachisolierung

Die Dachisolierung von innen: der Fachmann verarbeitet Dämmstoffe und Dampfbremse schnell und effizient! © Rainer Sturm by pixelio.de

Dass eine effektive Dachisolierung viel Geld spart, ist gemeinhin bekannt. Schließlich können die Heizkosten mit den geeigneten Maßnahmen um bis zu 40 Prozent vermindert werden – eine jährliche Ersparnis von 800 bis 1000 Euro für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt kann sich finanziell bemerkbar machen.

Welche Maßnahmen sind nun aber unter der Dachisolierung zu verstehen? Zunächst einmal muss darauf hingewiesen werden, dass hierunter mit der Dämmung und der Isolierung grundsätzlich zwei verschiedene Arbeitsschritte zusammengefasst werden, die aber eng miteinander verknüpft sind: Die Dämmung lässt einen gewissen Luftaustausch zwischen Wohnraum und Außenbereich zu und zielt auf eine möglichst effiziente Reduzierung des Wärmeenergieverlustes. Die Isolierung hingegen bedeutet eine vollständige Abschottung des Hauses von äußeren Einflüssen, wodurch der Übertritt von Feuchtigkeit und Luft in den Wohnbereich verhindert wird.

Lesen Sie nachfolgend alle wichtigen Informationen über diese beiden Funktionen der Dachisolierung und verschaffen Sie sich einen Überblick über die Kosten und die Möglichkeiten der staatlichen Förderung!

Funktion eins der Dachisolierung: Die Wärmedämmung

Ob Sie Ihren Neubau von Grund auf dämmen lassen möchten oder eine nachträgliche Dachisolierung des Altbaus wünschen, Ihnen stehen dazu ein ganzes Bündel verschiedener Maßnahmen und Optionen offen. In enger Absprache mit Ihnen muss der Dachdecker unter Berücksichtigung der gegebenen Voraussetzungen vor Ort entscheiden, welche Variante der Innen- oder Außendämmung geeignet ist und mit welchen Dämmstoffen die besten Ergebnisse erzielt werden können.

Die Innendämmung

Die Innendämmung ist die am weitesten verbreitete Möglichkeit zur Dämmung Ihres Daches. Unter Anwendung der Zwischen- oder Untersparrendämmung werden die Dämmmaterialien im Dachboden verlegt, wodurch bisher bestehende Wärmebrücken abgebaut werden. Dies hat zwei Effekte zur Folge: Im Sommer wird einerseits ein Hitzestau unter dem Dach vermieden, sodass der darunter liegende Wohnbereich angenehm kühl gehalten werden kann. Andererseits bleibt die erzeugte Wärme im Winter für einen möglichst langen Zeitraum im Wohnbereich, da sie dank der Dämmung nicht ungehindert über den Dachstuhl abgegeben wird.

Die Dämmvarianten gestalten sich wie folgt:

  • Bei der Zwischensparrendämmung werden die Dämmstoffe zwischen die einzelnen Dachsparren geklemmt. Hierbei muss der Dachdecker sehr genau darauf achten, alle Freiräume mit Dämmung auszukleiden, denn nur so können Wärmebrücken vermieden werden! Zum weiteren Verständnis finden Sie Informationen zur Zwischensparrendämmung hier.
  • Die Untersparrendämmung dient gemeinhin als Ergänzung zur Zwischensparrendämmung. Als alleinige Maßnahme kann diese nicht dienen, da nur recht dünne Dämmplatten unter den Sparren verlegt werden können. Weiterführende Hinweise diesbezüglich erhalten Sie auf unserer Webseite.
  • Zusätzlich zu der Dämmung des Dachstuhls kann natürlich auch der Dachboden selbst gedämmt werden! Hierbei ist zu unterscheiden, ob der Raum unter dem Dach begehbar sein soll oder nicht. Hier finden Sie weitere Informationen zur Dämmung des Dachbodens.
UNSER TIPP:
Achten Sie auf die ausreichende Stärke der verwendeten Dämmmaterialien! Experten raten, dass Mineralwolle mindestens 16 cm, wenn möglich auch 18 bis 20 cm dick sein sollte!

DER VORTEIL: Die Innendämmung wird für gewöhnlich zur nachträglichen Dämmung des Hauses herangezogen: bei noch nicht ausgebautem Dachgeschoss kann die Innendämmung zügig und vergleichsweise kostengünstig durchgeführt werden. Die Dacheindeckung bleibt von diesen Maßnahmen unberührt, wodurch größere Bauarbeiten an der Außenhaut des Hauses nicht notwendig werden.

Die Außendämmung

Die Dämmung des Außenbereiches ist die effizienteste Methode, die allerdings auch einige Mühen für den Bauherren bedeutet.

  • Die Aufsparrendämmung wird direkt oberhalb der Sparren und damit unter der Dachbedeckung angebracht. Dadurch wird eine geschlossene Dämmfläche erreicht, die keine Wärmebrücken zulässt. Finden Sie hier weitere Informationen zur Bauweise der Aufsparrendämmung.
  • Die Außendämmung eines Flachdaches erfordert besondere Vorkehrungen: Aufgrund der speziellen Dachform ohne Neigung und ausladenden Dachsparren bietet sich kaum Platz für die Dämmmaterialien. Zudem erfordert die Abdichtung des Flachdaches besonderes Know-how. Die Beratung durch einen Fachmann zeigt Ihnen Ihre Möglichkeiten auf und eine individuelle Abstimmung auf die jeweiligen Begebenheiten ist dringend notwendig! Wenn Sie sich darüber hinaus umfassender über die Flachdachdämmung informieren möchten, finden Sie hier alles Wissenswerte!
UNSER TIPP:
Bevor Sie sich für eine Aufdachdämmung entscheiden, sollten Sie den Zustand Ihres Daches und der Eindeckung überprüfen lassen. Ist eine Dacherneuerung nicht notwendig, kann die Außendämmung mitunter nicht empfohlen werden. Bedenken Sie, dass die komplette Bedeckung entfernt werden muss, um die Dämmung anzubringen – hohe Arbeits- und Materialkosten sind einzuplanen!

DER VORTEIL: Sie planen eine umfassende Renovierung mit Neueindeckung? In diesem Fall ist die Außendämmung die beste Option der Wärmedämmung im Dach: Im Zuge der Eindeckung wird die Dämmung verlegt, Baumaßnahmen im Wohnbereich des Dachgeschosses sind nicht notwendig.

Das Dämmmaterial

Abhängig von der Entscheidung für die Methode kommen verschiedene Materialien für die Dämmung infrage. Der Fachmann greift dabei in der Regel auf folgende Stoffe zurück:

  • Styropor ist ein leichter Dämmstoff, der eine einfache Verarbeitung erlaubt. Der Anwendungsbereich liegt besonders in der Außendämmung.
  • Dämmplatten werden zwar eher zur Dämmung von Wänden herangezogen, doch auch im Bereich des Daches ist dieses Material zuweilen verwendbar, z.B. bei der Dachbodendämmung.
  • Filze werden ebenso hauptsächlich zur Dämmung des Dachbodens verwendet, wenn dieser betretbar sein soll.
UNSER TIPP:
Jeder Dämmstoff hat spezifische Vor- und Nachteile. Diese betreffen Preis, Wirkung oder Gewicht. Lassen Sie sich unbedingt umfassend beraten! Eine Ferndiagnose sollte nicht gestellt werden, da sich der Experte vor Ort den besten Überblick über die Bausituation beschaffen kann!

 

Funktion zwei der Dachisolierung: Der Schutz gegen Feuchtigkeit und Zugluft

Als zweite grundlegende Funktion der Dachisolierung ist der Schutz gegen Feuchtigkeit bzw. Zugluft zu nennen. Diese Aspekte sind in zweierlei Hinsicht bedeutend: Zum einen würde Feuchtigkeit die Dämmung angreifen und die Schimmelbildung zwischen Dach und Decke begünstigen! Langfristige Schäden an der Bausubstanz wären die Folge. Zum anderen vermindert Zugluft die Dämmwirkung des Daches. Hohe Investitionen in Dämmmaterialien zahlen sich nicht aus, wenn die Luftdichtheit des Daches nicht gewährleistet ist.

Der Fachmann verlegt daher eine sogenannte Dampfbremse oder eine Dampfsperre. Der Aufbau der Dachisolierung wird dadurch definiert, ob eine Innen- oder eine Außenisolierung vorgenommen wird. Hier finden Sie Einzelheiten über den Aufbau einer Dachisolierung.

Die Dampfsperre

Die Dampfsperre bezweckt eine vollständige Abriegelung der Dachfläche. Auf den ersten Blick mag also die diffusionsdichte Schicht genau die an sie gestellten Forderungen erfüllen, dennoch raten Experten tendenziell vom Kauf einer Dampfsperre ab. Da niemals garantiert werden kann, dass nicht Wassermoleküle durch kleinste Öffnungen an Rohren oder Sparren ihren Weg durch die Folie finden und sich an der Dämmung festsetzen, entsteht ein grundsätzliches Problem: Über einen längeren Zeitraum sammelt sich Wasser in der Dämmung, das Abtrocknen der Feuchtigkeit ist jedoch kaum möglich. Die Schimmelbildung wird dadurch erleichtert!

Die Dampfbremse

Eine Dampfbremse hingegen schließt Ihr Dach nicht vollständig gegen Feuchtigkeit ab, sondern nimmt das Übertreten kleinster Mengen in Kauf. Solange das Wasser aber wieder schnell und effektiv abtrocknen kann, besteht keine Gefahr für den Dämmstoff. Die Luftdichtheit wird von dieser Eigenschaft der Dampfsperre nicht beeinträchtigt, da die Durchlässigkeit der Folie äußerst gering ist!

UNSER TIPP:
Da es mittlerweile als allgemein anerkannt gilt, dass Dampfbremsen bessere Ergebnisse erzielen als Dampfsperren, wird die Verwendung der leicht diffusionsdurchlässigen Schicht empfohlen! Weitere Informationen dazu erhalten Sie natürlich vom Dachdecker Ihres Vertrauens!

DER VORTEIL: Es ist unbedingt notwendig, bei der Dachisolierung das Material zur Dämmung mit einer hochqualitativen Dampfbremse zu schützen! Damit erhöhen Sie nicht nur die Wirksamkeit und die Lebensdauer der Wärmedämmung, sondern verbessern auch das Raumklima mit der wirksamen Feuchtigkeitsregulierung.

Der Aufbau der Dachisolierung

Bei der Zwischensparrendämmung wird die Dampfbremse von innen auf die Dämmschicht verlegt, sodass diese gegen Kondenswasser aus dem Wohnbereich geschützt ist. Die Außenisolierung hingegen macht es erforderlich, dass die Dampfbremse auf die Dachschalung aufgebracht und anschließend mit den Sparren und der Dämmung bedeckt wird. Wenn Sie mehr über die Vor- und Nachteile der Dachisolierung von außen erfahren möchten, können Sie gerne hier weiterlesen.

Zusätzlich zum Schutz gegen Feuchtigkeit wird die Luftdichtheit des Daches erhöht: Indem die Luftdurchlässigkeit der Gebäudehülle, also der ungewollte Luftaustausch zwischen Wohnraum und Außenbereich, verringert wird, verbessert sich Wärmedämmung des Hauses. Mittels einer fachmännisch angebrachten Dampfbremse kann die Luftdichtheit eines Hauses um das 50-fache verbessert werden, wodurch die nötige Heizleistung dementsprechend herabgesenkt werden kann!

UNSER TIPP:
Eine Dampfbremse funktioniert nur, wenn sie luftdicht verlegt wurde. Bei ungenauer Arbeit an Rohren, Kabeln oder Sparren wird die investierte Arbeit unwirksam! Kontaktieren Sie deswegen unbedingt einen erfahrenen Handwerker!

DER VORTEIL: Hier auf unserer Seite können Sie sich einfach und schnell Angebote von Meisterbetrieben erstellen lassen. So garantieren Sie nicht nur für höchste fachliche Kompetenz der engagierten Handwerker, sondern können gleichzeitig auch das für Sie günstigste Angebot auswählen!

Die Kosten im Überblick

Die bedeutende Frage für den Bauherrn lautet nun natürlich, was diese Maßnahmen der Dachisolierung kosten.
Grundsätzlich variieren die Preise für Dachdämmung und Dampfbremse natürlich je nach Hersteller und Qualität. Hinzu kommt noch, dass gerade Dämmstoffe in unterschiedlicher Dicke und Dichte verfügbar sind. Je größer die Dichte einer Dämmung ist, desto besser ist die Dämmwirkung und desto höher ist der Preis. Diese Variablen müssen vor dem Kauf der Materialien bedacht und einkalkuliert werden!
Die Arbeitskosten der Handwerker sind nicht pauschal zu nennen. Zu unterschiedlich sind regionale Tarife und betriebliche Regelungen.

UNSER TIPP:
Lassen Sie sich immer einen Kostenvoranschlag für die durchzuführenden Tätigkeiten ausstellen! So behalten Sie einen guten Überblick und können unschöne Überraschungen vermeiden!

 

Außendämmung teurer als Innendämmung

Generell lässt sich festhalten, dass die Außendämmung höhere Kosten verursacht als die Innendämmung. Zum einen ist die Außenfläche etwas größer als die Innenfläche, zum anderen müssen höhere Material- und Arbeitskosten eingerechnet werden. Bedenken Sie auch, dass ein Baugerüst notwendig wird und eine längere Arbeitszeit für die beteiligten Handwerker zu veranschlagen ist.

UNSER TIPP:
Kalkulieren Sie mit der „4:1-Faustregel“. Eine Aufsparrendämmung samt Neueindeckung kostet in etwa viermal so viel wie eine einfache Zwischensparrendämmung!

 

Dämmstoffpreise variieren

  • Mineralwolle ist die kostengünstigste Variante. Beginnend bei 3 Euro pro Quadratmeter für dünnes Material bis hin zu über 60 Euro für dickes und aluminiumbeschichtete Platten.
  • Für Polyurethan-Hartschaum muss ein Preis pro Quadratmeter von 10 bis 60 Euro eingerechnet werden.
  • Dämmungen aus Holzfasermaterialien veranschlagen zwischen 5 und 25 Euro und
  • die spezielle Einblasdämmung mit Zellulose kostet den Bauherren 15 bis 20 Euro.

Staatliche Förderung möglich

Im Zuge der energetischen Gebäudesanierung ist es möglich, eine staatliche Förderung für die Dachisolierung zu beantragen. Die von der KfW-Bank zur Verfügung gestellten Kredite unterstützen Bauherren bei der Finanzplanung.

UNSER TIPP:
Informieren Sie sich zudem, ob Sie die in Anspruch genommenen handwerklichen Leistungen von der Steuer absetzen und die Regelung für haushaltsnahe Dienstleistungen (§ 35a EStG) in Anspruch nehmen können.