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Dachsparren: Welche Varianten gibt es?

Das zentrale Element der Dachkonstruktion sind die Dachsparren. Sie tragen die Dachlast und bilden den Raum unter dem Dach aus. Lesen Sie mehr über die verschiedenen Varianten und deren Vor- und Nachteile auf Dachdecker.com!

Dachsparren

Dachsparren sind zentrale Bauelemente des Hausdaches. © gabi hamann / pixelio.de

Dachsparren, Dachbalken, Dachlatte – all das sind Begriffe für das zentrale Bauelement eines Hausdaches. Der Dachsparren ist der Träger des Daches. Er verläuft zweiseitig von der Traufe zum First und trägt die Dachhaut, welche aus Dachdämmung, isolierender Dachabdichtung und Dacheindeckung besteht. Die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion – also der Gesamtheit aller Dachsparren – bedingt hierbei die Statik des Daches. Diese wiederum bestimmt, welche Dacheindeckung verwendet werden kann und ob Photovoltaik am Dach installiert werden darf.

Varianten des Dachsparrens

Der Dachsparren ist also ein essenzieller Bestandteil des Dachs. Je nachdem, wie er ausgerichtet ist, bestimmt er auch die Dachform. Das traditionelle geneigte Dach oder Steildach besteht aus jeweils zwei Seiten Dachbalken, die in einem bestimmten Winkel gegeneinander geneigt sind. Diese Dachform wird Sparrendach genannt.

In Abgrenzung zum Sparrendach wird das klassische Pfettendach definiert. Es unterscheidet sich vom Sparrendach insofern, als dass die Statik durch waagerechte Pfettenlatten stabilisiert wird, auf denen die Sparren aufliegen. Im Sparrendach wird das erreicht, indem die Sparren direkt mit der Bodenplatte, die entweder aus Holzbalken oder Beton besteht, verbunden sind. So entsteht ein Dreiecksrahmen, der das Dach trägt. Ein Pultdach beispielsweise ist ein halbes Pfettendach – es verfügt lediglich über eine geneigte Dachfläche. Den Dachabschluss bildet hier die sogenannte „hohe Wand“. Es gibt keine zusammengehörigen Sparrenpaare in diesem Dachstuhl aus Holz und die Ausbildung der tragenden Dreieckskonstruktion ist nicht möglich. Die Traglast muss deshalb über die waagerechten Dachpfetten ausgeglichen werden.

Dachsparren und Kehlbalken als Sonderform

Eine Sonderform des Sparrendachs ist das Kehlbalkendach. Hier wird zusätzlich zwischen den einzelnen Dachsparren ein waagerechter Kehlbalken eingezogen. Dieser vermindert die Gefahr, dass die Sparren sich durchbiegen, wenn sie großen Traglasten ausgesetzt sind. Sind besonders große Gebäudetiefen geplant, so können diese oftmals nur unter Verwendung des Kehlbalkendachs erreicht werden. Der Verbau von Kehlbalken erleichtert außerdem im erweiternden Dachausbau das Einziehen einer waagerechten Zimmerdecke. Nach der Anbringungshöhe der Kehlbalken richtet sich dementsprechend auch die Zimmerhöhe – dies sollte bereits bei der Planung des Dachstuhls berücksichtigt werden.

Die Traglast im Sparrendach wird lediglich von den Sparren aufgenommen. Sie wird zur Traufe hin hinabgeleitet und dort an die obere Geschossdecke abgegeben. Die Verbindung zwischen Sparren und Betonplatte oder Holzkonstruktion muss deshalb fest und vor allem verschiebungsresistent sein.

Vor- und Nachteile der Konstruktionen

Beide traditionellen Dachstuhlkonstruktionen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. So ist es bei einem Sparrendach mit eingezogenen Kehlbalken einfacher, einen Dachausbau durchzuführen. Andererseits erfordern aber verwinkelte Gebäudegrundrisse und Walmkonstruktionen eine Flexibilität des Daches, die das Sparrendach nicht bieten kann.

Welche Dachkonstruktion sich für Ihr Traumhaus eignet, sollten Sie deshalb einen Profi entscheiden lassen. Informieren Sie diesen über Ihre Wünsche und Vorstellungen und lassen Sie ihn die Dachsparren berechnen. Auf dieser Grundlage wird er Ihnen einen Überblick über die Planungsalternativen geben können. Bei einem Dachdecker Ihres Vertrauens können Sie sich außerdem zu den anfallenden Kosten informieren und direkt vom Profi über den Fachhandel die Sparren kaufen lassen.

UNSER TIPP:

Fragen Sie einfach direkt auf Dachdecker.com an und finden Sie kompetente Profis aus Ihrer Umgebung, mit deren Unterstützung die Planung Ihres Hauses nicht nur Spaß macht, sondern auch ohne Fehler durchgeführt wird! Denn erfahrene Dachdecker kennen sich bestens mit der Planung und Konstruktion des Dachstuhls aus und können Ihre persönlichen Wünsche miteinbeziehen, ohne das Statik und Sicherheit darunter leiden!