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Dachausbau

Ohne Dachstuhl kein Dach und ohne Dach kein Schutz vor Wind und Wetter

Nach der Fertigstellung des Rohbaus folgt in der Regel die Montage vom Dachstuhl. Der spätere Ausbau des hölzernen Gerüstes komplettiert das Gebäude und schützt die Bewohner und Räume über viele Jahre hinweg optimal vor Wettereinflüssen. Auf Dachdecker.com können Sie weitere Informationen rund um dieses Thema finden.

Dachstuhl

Die Konstruktion vom Dachstuhl ist abhängig von der gewählten Dachform.

Der Dachstuhl ist die tragende Konstruktion eines Daches, die aus verschiedenen Materialien angefertigt werden kann. In der Regel wird mit dem Begriff jedoch eine Dachkonstruktion aus Holz bezeichnet. Die Aufgabe der Dachstühle besteht darin, das Gewicht der Dacheindeckung und gegebenenfalls auch von Wärmedämmung und Schalung aufzufangen und gleichzeitig auf die tragenden Wände des Gebäudes zu leiten. Zudem müssen sie die Belastung von Schnee und Wind aufnehmen können. Aufgrund dessen ist ist eine korrekte statische Berechnung des Dachstuhls vor dem Dachbau unerlässlich. Darüber hinaus ist der präzise fachmännische Aufbau eines Dachstuhls und die regelmäßige Wartung enorm wichtig. Denn beschädigte Stellen oder der Befall des Dachstuhls mit Holzwurm müssen rechtzeitig entdeckt und beseitigt werden.

Vor allem bei sehr alten Dächern, die schon seit langer Zeit gute Dienste geleistet haben, und auch durch wetterbedingte Einflüsse, wie Wasser oder Hagel, kann es passieren, dass die Dacheindeckung und der darunter liegende Dachstuhl beschädigt werden. Dann ist es ratsam, die Problemstellen so schnell wie möglich zu beheben, und Teile oder wenn nötig, auch den kompletten Dachstuhl erneuern zu lassen, um Schlimmeres zu verhindern. Die neue Holzkonstruktion und ein durchgeführter Dachgeschossausbau können manchmal sogar dafür sorgen, dass noch mehr Raum zur individuellen Nutzung und Wohnkomfort entstehen.

Dachstuhl – Konstruktionsformen und Tragweise

Je nach gewählter Dachform ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten zur Konstruktion eines Dachstuhls. Sie kann als Sparrendach, als Kehlbalkendach oder als Pfettendach ausgeführt werden. Beim Sparrendach werden je zwei Sparren, die sich im First gegenseitig abstützen, mit einem Deckenbalken zu einem Dreieck verbunden. Das Kehlbalkendach ist eine Art Sparrendach mit einem waagerechten Balken, bei der sich die Sparrenpaare am First und am Kehlbalken gegenseitig abstützen. Damit wird auch bei größeren Gebäuden ein solcher Dachstuhl ermöglicht. Das Pfettendach kann im Gegensatz zum Sparrendach über jedem Grundriss errichtet werden. Die Sparren stützen sich nicht gegenseitig, sondern liegen auf Längsbalken, den so genannten Pfetten, die die Dachlast aufnehmen und senkrecht auf die Innenwände übertragen. Der Vorteil des Pfettendachs liegt darin, dass der Einbau sowie die Auswechslung von Dachgauben und Dachflächenfenstern in jeder beliebigen Größe und jederzeit möglich sind. Auch der Schornstein kann ohne Probleme versetzt werden. Der Nachteil des Pfettendachs sind aber zweifelsohne die störenden Pfosten, die eine freie Grundrissgestaltung bei einem Dachgeschossausbau behindern.

Liegender, stehender und sichtbarer Dachstuhl

Der früher oft verwendete liegende Dachstuhl wird heutzutage zunehmend durch den stehenden abgelöst. Im Gegensatz zu einem stehenden Stuhl wird die vorherrschende Last, die durch das Eigengewicht des Holzgerüstes, durch die Dacheindeckung sowie Schnee und Wind verursacht wird, beim liegenden Stuhl nicht über vertikal stehende Stuhlsäulen abgeleitet, sondern von der Mittelpfette ausgehend auf die Außenwände verteilt. Für ein gemütliches Wohnen kann ein offener Stuhl sorgen, der den Blick auf einzelne Dachsparren und Holzlatten freigibt. Auch an der Außenseite des Gebäudes können Teile der Konstruktion sichtbar bleiben, um damit ein optisches Highlight zu setzen.

Den neuen Dachstuhl erst abbinden und dann dämmen und isolieren

Dachstuhl 2

Der Dachstuhl muss von qualifizierten Dachdeckern aufgebaut und gewartet werden.

Bevor mit den Arbeiten zur Errichtung der hölzernen Dachstuhlkonstruktion begonnen werden kann, muss erst das sogenannte Abbinden vom Dachstuhl erfolgen. Dabei werden die benötigten Dachbalken, also die einzelnen Pfetten und Sparren, vom Dachdecker auf die richtige Länge zugeschnitten, damit sie im Anschluss daran problemlos montiert werden können. Danach erfolgt die Wärmedämmung und Isolierung des Daches, welche auf unterschiedliche Art und Weise durchgeführt werden kann. Eine Untersparrendämmung bietet sich beispielsweise dann an, wenn mit dem geplanten Dachstuhlausbau noch nicht begonnen wurde. Dabei wird das Dämmmaterial direkt unter den Sparren verlegt. Ist der Wohnraum schon fertig gestellt, kann man die Dämmschicht auch in Form einer Zwischen- oder Aufsparrendämmung verlegen lassen und so ein dichtes Dach erhalten.

Den Dachstuhl vom erfahrenen Experten berechnen lassen

Wenn Sie sich eine Wohnraumerweiterung im Dachgeschoss wünschen, können Sie mit einem Dachdecker in Kontakt treten und sich über die verschiedenen Möglichkeiten, zu denen auch das Dachstuhl anheben gehört, informieren. Gern führt der Profi auch Wartungsgänge durch und übernimmt das Reinigen der Dacheindeckung. Dadurch können bestehende Mängel, wie zum Beispiel Schimmel im Dachstuhl, frühzeitig erkannt und fachmännisch behoben werden. Auf Dachdecker.com können Sie Kontakt zu Innungsbetrieben aus Ihrer Region aufnehmen und unverbindlich Angebote für Ihr Bauvorhaben anfordern, Ihre Fragen stellen oder Informationen über Dachstuhl Kosten erhalten.

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