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Eine individuelle Dachterrasse bauen: Tipps für Planung und Umsetzung

Der Bau einer individuellen Dachterrasse setzt einige Bedingungen voraus, die der Bauherr zu beachten hat. Dachdecker.com weist Sie auf die grundlegenden Schwierigkeiten hin und gibt Tipps zur reibungslosen Umsetzung des Bauvorhabens.

Bevor Sie Ihre individuelle Oase auf dem Dach realisieren, müssen die Umsetzung und der Genehmigungsprozess gut geplant werden. Um die Dachterrasse zu bauen, sollten Sie einen Experten beauftragen. © ZVDH

Bevor Sie Ihre individuelle Oase auf dem Dach realisieren, müssen die Umsetzung und der Genehmigungsprozess gut geplant werden. Um die Dachterrasse zu bauen, sollten Sie einen Experten beauftragen. © ZVDH

Der nachträgliche Einbau einer Dachterrasse in ein bestehendes Dach ist in den meisten Fällen durchaus umsetzbar. Selbstverständlich müssen dabei jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein: Beginnend beim Prozess der Planung über die behördlichen Genehmigungen bis letztlich zur finalen Umsetzung finden Sie im Folgenden einige Ratschläge und Tipps, die Ihnen bei dem Bau einer individuellen Dachterrasse behilflich sein werden. Für weiterführende Informationen rund um das Thema Dachterrasse besuchen Sie unser Portal auch auf dieser Seite.

Schritt 1: Die Planung

Vor dem Baubeginn steht die Planung! Die wichtigste Regel lautet hier: Lassen Sie Ihr Dach auf Herz und Nieren prüfen und stellen Sie sicher, dass eine Dachterrasse eingebaut werden kann.

UNSER TIPP: Die Berechnung der Statik des Hauses muss von einem Profi durchgeführt werden. Bevor diese nicht einwandfrei festgestellt wurde, können die weiteren Planungsschritte nicht in Angriff genommen werden. Die nicht unerhebliche Belastung durch eine Dachterrasse ist oft nicht in der ursprünglichen Form des Daches vorgesehen, sodass unter Umständen verstärkende Streben eingebaut werden müssen. Neben der Frage der Sicherheit ist dieser Vorgang auch bezüglich des späteren Versicherungsschutzes von großer Bedeutung!

In enger Absprache mit einem Architekten kann darauf aufbauend die Planung der Terrasse mit Skizzen nach Ihren Wünschen und Vorstellungen erarbeitet werden. Je nach Bauweise der Dachterrasse – ob auf der Garage, einem Anbau oder direkt auf dem Dach – stehen Ihnen hierzu zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Einige Aspekte sollten jedoch unabhängig davon stets berücksichtigt werden:

  • Die Wetterbeständigkeit: Eine Dachterrasse ist den Einflüssen von Wind und Wetter direkt ausgesetzt. Diese Tatsache muss hinsichtlich der Baumaterialien und des Wasserablaufs bedacht werden.
  • Die Wärmedämmung: Auch Dachterrassen können gedämmt werden. Die Dämmung für das darunter liegende Dach muss neuesten Anforderungen des Gesetzgebers entsprechen und darf unter keinen Umständen Wärmebrücken zulassen. Dieser Aspekt ist zwingende Voraussetzung für die Genehmigung des Ausbaus. Weitere Hinweise finden Sie hier!
  • Die Bauwerksabdichtung: Insbesondere bei Flachdächern ist die Abdichtung des Gebäudes ein heikles Thema, welches sorgfältig durchdacht werden muss. Bedenken Sie, dass der Bau einer Dachterrasse ein zusätzlicher Eingriff in die Dachstruktur ist und somit einen möglichen Schwachpunkt darstellt.

UNSER TIPP: Nicht erst am Ende des Planungsprozesses sollten die Behörden eingebunden werden. Selbstverständlich kann Ihnen bereits ein erfahrener Architekt die wichtigsten Bauvorschriften erläutern, dennoch sollte die örtliche Baubehörde in die Planungen eingebunden werden! Dieser zusätzliche Aufwand erspart Ihnen frühzeitig mögliche Komplikationen mit dem Bauantrag.

Schritt 2: Die Umsetzung

Nach den umfangreichen Planungen und der behördlichen Genehmigung steht die eigentliche Umsetzung des Bauvorhabens an.

UNSER TIPP: Kontaktieren Sie einen professionellen Dachdeckerbetrieb, der die Bauarbeiten zügig und vor allem fachgerecht durchführt. Die Öffnung des Daches und die Montage der erforderlichen Unterkonstruktionen – inklusive Abdichtung und Dämmung – erfordern unbedingt das Know-how gelernter Handwerker. Für kostenlose und unverbindliche Angebote vermitteln wir Ihnen gerne ein Meisterunternehmen aus Ihrer Region.

Abhängig von der Größe und der Bauweise haben Sie zahlreiche individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Bevorzugen Sie zum Beispiel einen Garten hoch oben über den Dächern? Oder soll eine großzügige Liegezone zum Entspannen entstehen? Zu klären sind in jedem Fall diese offenen Punkte:

  • Der Bodenbelag: Mögliche Materialien, die sich als Bodenbelag für Dachterrassen bewährt haben, sind Fliesen und bestimmte, d.h. wetterbeständige Hölzer. Während Fliesen mit dem Vorteil der leichteren Reinigung und Pflege aufwarten können, heizen sich Hölzer im Gegensatz dazu im Sommer nicht übermäßig auf und verbreiten eine gemütlichere Atmosphäre.
  • Die Fenster und Türen: Lassen Sie sich von Ihrem Dachdecker bezüglich der einzubauenden Fenster und Türen beraten. Haben Sie hierbei unbedingt auch die Dämmeigenschaften im Blick!
  • Der Sichtschutz: Um sich vor neugierigen Blicken zu schützen, kann sich durchaus ein Sichtschutz zum Beispiel aus Bambus anbieten. Dieser ist im Einkauf recht günstig und dennoch sehr wirkungsvoll.
  • Die Möbel: Die Gartenmöbel für Ihre Dachterrasse sollten frei nach Ihren Vorlieben gewählt werden. Sehr beliebt sind sogenannte Loungemöbel und Dekoelemente.

UNSER TIPP: Aus Sicherheitsgründen sollten Sie unbedingt eine Beratung zur Montage eines Geländers in Anspruch nehmen. Gerade in Häusern mit Kindern muss dieser Aspekt besondere Aufmerksamkeit erhalten. Entsprechend der sonstigen Gestaltung Ihrer Terrasse können Sie auf Metall- oder Holzgeländer zurückgreifen. Eine besonders massive Möglichkeit, zum Beispiel für Terrassen auf Garagen, bieten gemauerte Geländer!

Suchen Sie weitere Anregungen und Experten-Tipps zum Anlegen Ihrer Dachterrasse? Besuchen Sie unser Fachportal und lassen Sie sich von diesem Artikel inspirieren und informieren.