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Wohin mit dem Styropor im Jahr 2017?

Seit Oktober 2016 stehen zahlreiche Bauherren und Dachdecker vor einem großen Problem: Der gängige Baustoff Styropor, der als Dämmmaterial verwendet wird, wurde als Sondermüll eingestuft. Damit gehen einige Probleme in der Praxis des Dachdeckerhandwerks einher. Erfahren Sie mehr zu diesem Thema bei Dachdecker.com!

Die Styroporkugeln werden von vielen Tieren für Nahrung gehalten – fatale Auswirkungen auf die Umwelt sind die Folge. © Counselling / pixabay.com

HBCD-haltiges Polystyrol zählt hierzulande zu den wichtigsten Dämmstoffen: Knapp 720 Millionen Quadratmeter Gebäudefläche sind mit dem Material ausgekleidet. Dies liegt vor allem an den sehr guten Dämmeigenschaften und dem Beitrag zum Schallschutz, den das Material bietet. Zudem ist HBCD-haltiges Polystyrol sehr witterungsbeständig und kann günstig produziert werden – kostspielig ist seit Oktober allerdings die Entsorgung des Materials, denn als Sondermüll darf das Material nur noch in speziellen Verbrennungsanlagen entsorgt werden. Dieser Beschluss wurde nun glücklicherweise für ein Jahr aufgehoben – doch was folgt danach?

HBCD als problematischer Stoff

Ein großes Problem bei der Entsorgung des HBCD-haltigen Polystyrols ist nämlich der Stoff Hexabromcyclododecan, kurz HBCD. Dieses Flammschutzmittel ist giftig und langlebig – gelangt es durch die normale Entsorgung in die Umwelt, werden Natur und Tierwelt nachhaltig geschädigt. Umso wichtiger ist es daher, den Stoff sorgfältig zu entsorgen – doch dies geht mit Problemen einher.

Was ändert sich im Jahr 2017?

Seit Oktober mussten Dachdecker und Bauherren ihren Styropor aufgrund der Auswirkungen des HBCD daher aufwendig und vor allem teuer entsorgen: Bei der Verbrennung fallen Kosten bis zu 4.000 Euro pro Tonne an. Diese enorm hohen Kosten sind für die meisten Dachdecker und deren Kunden kaum tragbar, womit die Preise für eine Sanierung der Dämmung enorm in die Höhe steigen würden. Zudem ist die Entsorgung damit sehr viel aufwendiger, denn der Stoff kann nicht mehr einfach in Containern entsorgt und darin zur Müllverbrennungsanlage gebracht werden, sondern muss zu den speziellen Verbrennungsanlagen gebracht werden – von denen nur wenige das HBCD-haltige Polystyrol annehmen, da den meisten Anlagen die Erlaubnis fehlt. Als Folge wird das HBCD-haltige Polystyrol auf vielen Baustellen einfach gelagert und gar nicht mehr entsorgt.

Ende 2016 kam daher endlich ein neuer Beschluss der Länder, der die Branche aufatmen lässt: Die Regelung, dass HBCD-haltiges Polystyrol als Sondermüll gehandhabt werden muss, wird vorerst für ein Jahr aufgeschoben. Nach einem intensiven Austausch zwischen dem Dachdeckerhandwerk, der Politik und den einzelnen Ländern fiel dieser Beschluss. Bis Ende 2017 kann das Material also noch wie gehabt in Containern entsorgt werden. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 01.01.2018 und sorgt in der Branche für etwas Erleichterung hinsichtlich der Entsorgungsproblematik.

Wie soll die Entsorgung ab 2018 gehandhabt werden?

Nichtdestotrotz stellt dieser Aufschub natürlich nur eine temporäre Lösung dar. Viel wichtiger ist es, eine dauerhafte Lösung für das Entsorgungsproblem zu finden. Im optimalen Fall wird eine Entsorgung ermöglicht, die sowohl die Umwelt schont als auch die Dachdecker und die Bauherren finanziell nicht belastet. Wie die Entsorgungsproblematik gelöst wird, muss sich spätestens Ende 2017 entscheiden. Als Alternative bieten sich umweltfreundliche Dämmstoffe an, die zwar häufig in der Anschaffung etwas teurer sind, sich aufgrund ihres ökologischen Aufbaus jedoch auch einfach entsorgen lassen: Zellulose oder Holzfasern eignen sich hier sehr gut. Langfristig ist es jedoch notwendig, die Preise für die Verbrennung des HBCD-haltigen Polystyrols zu senken, um eine sinnvolle Entsorgung des Materials zu gewährleisen, die sowohl Verbrauchern als auch der Umwelt dient.

Seit Oktober 2016 stehen zahlreiche Bauherren und Dachdecker vor einem großen Problem: Der gängige Baustoff Styropor, der als Dämmmaterial verwendet wird, wurde als Sondermüll eingestuft. Damit gehen einige Probleme in der Praxis des Dachdeckerhandwerks einher. Erfahren Sie mehr zu diesem Thema bei Dachdecker.com!

Die Styroporkugeln werden von vielen Tieren für Nahrung gehalten – fatale Auswirkungen auf die Umwelt sind die Folge. © Counselling / pixabay.com

HBCD-haltiges Polystyrol zählt hierzulande zu den wichtigsten Dämmstoffen: Knapp 720 Millionen Quadratmeter Gebäudefläche sind mit dem Material ausgekleidet. Dies liegt vor allem an den sehr guten Dämmeigenschaften und dem Beitrag zum Schallschutz, den das Material bietet. Zudem ist HBCD-haltiges Polystyrol sehr witterungsbeständig und kann günstig produziert werden – kostspielig ist seit Oktober allerdings die Entsorgung des Materials, denn als Sondermüll darf das Material nur noch in speziellen Verbrennungsanlagen entsorgt werden. Dieser Beschluss wurde nun glücklicherweise für ein Jahr aufgehoben – doch was folgt danach?

HBCD als problematischer Stoff

Ein großes Problem bei der Entsorgung des HBCD-haltigen Polystyrols ist nämlich der Stoff Hexabromcyclododecan, kurz HBCD. Dieses Flammschutzmittel ist giftig und langlebig – gelangt es durch die normale Entsorgung in die Umwelt, werden Natur und Tierwelt nachhaltig geschädigt. Umso wichtiger ist es daher, den Stoff sorgfältig zu entsorgen – doch dies geht mit Problemen einher.

Was ändert sich im Jahr 2017?

Seit Oktober mussten Dachdecker und Bauherren ihren Styropor aufgrund der Auswirkungen des HBCD daher aufwendig und vor allem teuer entsorgen: Bei der Verbrennung fallen Kosten bis zu 4.000 Euro pro Tonne an. Diese enorm hohen Kosten sind für die meisten Dachdecker und deren Kunden kaum tragbar, womit die Preise für eine Sanierung der Dämmung enorm in die Höhe steigen würden. Zudem ist die Entsorgung damit sehr viel aufwendiger, denn der Stoff kann nicht mehr einfach in Containern entsorgt und darin zur Müllverbrennungsanlage gebracht werden, sondern muss zu den speziellen Verbrennungsanlagen gebracht werden – von denen nur wenige das HBCD-haltige Polystyrol annehmen, da den meisten Anlagen die Erlaubnis fehlt. Als Folge wird das HBCD-haltige Polystyrol auf vielen Baustellen einfach gelagert und gar nicht mehr entsorgt.

Ende 2016 kam daher endlich ein neuer Beschluss der Länder, der die Branche aufatmen lässt: Die Regelung, dass HBCD-haltiges Polystyrol als Sondermüll gehandhabt werden muss, wird vorerst für ein Jahr aufgeschoben. Nach einem intensiven Austausch zwischen dem Dachdeckerhandwerk, der Politik und den einzelnen Ländern fiel dieser Beschluss. Bis Ende 2017 kann das Material also noch wie gehabt in Containern entsorgt werden. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 01.01.2018 und sorgt in der Branche für etwas Erleichterung hinsichtlich der Entsorgungsproblematik.

Wie soll die Entsorgung ab 2018 gehandhabt werden?

Nichtdestotrotz stellt dieser Aufschub natürlich nur eine temporäre Lösung dar. Viel wichtiger ist es, eine dauerhafte Lösung für das Entsorgungsproblem zu finden. Im optimalen Fall wird eine Entsorgung ermöglicht, die sowohl die Umwelt schont als auch die Dachdecker und die Bauherren finanziell nicht belastet. Wie die Entsorgungsproblematik gelöst wird, muss sich spätestens Ende 2017 entscheiden. Als Alternative bieten sich umweltfreundliche Dämmstoffe an, die zwar häufig in der Anschaffung etwas teurer sind, sich aufgrund ihres ökologischen Aufbaus jedoch auch einfach entsorgen lassen: Zellulose oder Holzfasern eignen sich hier sehr gut. Langfristig ist es jedoch notwendig, die Preise für die Verbrennung des HBCD-haltigen Polystyrols zu senken, um eine sinnvolle Entsorgung des Materials zu gewährleisen, die sowohl Verbrauchern als auch der Umwelt dient.

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