Schneelast – Wie viel Schnee hält ein Dach aus?

Die zulässige Schneelast gibt an, wie viel Schnee ein Hausdach aushält - © Karl-Heinz Liebisch by pixelio.de
Unter der Schneelast ist eine klimatisch bedingte veränderliche Einwirkung auf die Statik von Bauwerken zu verstehen. Die Schneelast ist generell abhängig von der Form sowie der geografischen Lage des Bauwerks. Sie wirkt als sogenannte Flächenlast senkrecht zur Grundfläche. Besonders wichtig ist die Schneelast beim Dach eines Hauses, denn dieses muss so konzipiert sind, dass es der Schneelast standhält und nicht bedingt durch die Schneelast auf dem Dach einstürzt. Dachneigung, Dachform und besondere Dachaufbauten wie Dachgauben sind daher von Bedeutung bei der Schneelastberechnung, die bei einem Haus zulässig ist.
Schneelast – Grundannahmen
Als grundsätzliche Annahme bei Schneelasten lässt sich Folgendes festhalten:
Je höher das Gebäude geografisch betrachtet liegt, desto höher ist die Schneelast anzusetzen. Je steiler das Dach ist, umso weniger Schnee auf dem Dach kann sich ansammeln, da er bedingt durch die Schwerkraft abrutscht. Besonders betroffen vom Problem der Schneelast sind dementsprechend vor allem Häuser mit einem Flachdach, da sich hier deutlich mehr Schnee sammeln kann. Bei steilen Dächern hingegen ist die Dach-Schneelast meist weniger problematisch. Hier liegt das Problem eher darin, dass es zu Dachlawinen kommen kann. Diesen kann man jedoch mithilfe eines Schneefangs entgegenwirken.
Schneelastberechnung
Die mit der zulässigen Schneelast verbundenen Regelungen finden sich in DIN 1055-5 „Lastannahmen für Bauten – Verkehrslast; Schneelast und Eislast“. Gemäß dieser Norm kann die Schneelast für jedes Gebäude an einem beliebigen Standort ermittelt werden. Will man die Schneelast berechnen, multipliziert man die lokale Schneelast mit einem sogenannten Formbeiwert.
Die Werte für die charakteristischen lokalen Schneelasten erhalten Sie durch die jeweiligen Schneelastzonen. Die Schneelastzonen in Deutschland werden in fünf Bereiche eingeteilt, wobei die Intensität der Schneelasten von Zone 1 nach 3 zunimmt:
Schneelastzone 1 – z.B.: Rheintal, Rheinische Tiefebene
Schneelastzone 1a – z.B.: Region um München und Augsburg
Schneelastzone 2 – z.B.: große Teile Norddeutschlands
Schneelastzone 2a – z.B.: Hochschwarzwald, Sauerland, Rhön
Schneelastzone 3 – z.B.: Alpenregion, Thüringer Wald, Erzgebirge
Der Formbeiwert ergibt sich unter anderem durch die Größe und die Neigung des Daches. Er wird als Verhältnis zwischen der Schneemenge, die sich auf dem Dach befindet und der gefallenen Schneemenge angegeben. Zur Berechnung der zulässigen Schneelasten in Deutschland finden sich im Internet hilfreiche Tools.
Schneelast – Dachräumung und regelmäßige Dachkontrolle
Wird die zulässige Schneelast erreicht oder gar überschritten, muss das Dach schnellstmöglich geräumt werden. Ist man dazu selbst nicht in der Lage, ist es ratsam ein Unternehmen, welches auf die Dachräumung spezialisiert ist, zu verständigen. Der Schnee sollte möglichst abschnittsweise und gleichmäßig von den einzelnen Dachflächen entfernt werden, um so eventuell auftretenden Stabilitätsproblemen entgegenzuwirken.
Sowohl nach einem Winter mit hohen Schneelasten als auch vor Winterbeginn sollte ein Fachmann mit der Kontrolle des Dachtragwerks beauftragt werden, damit eventuelle Schäden der Dachziegel, der Dachdämmung sowie des Schneefangsystems behoben werden können. Die passenden Ansprechpartner in Ihrer Nähe finden Sie bei Dachdecker.com.
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Schneelast-Warnsystem ermöglicht einfache und übersichtliche Kontrolle der Schneelast
Der Schneelastwächter der Firma RoofGuards wurde entwickelt, um die Einsturzgefahr von Dächern rechtzeitig und einfach zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Die aktuelle Belastung / m² kann bequem vom Schreibtisch aus abgelesen werden – ohne gefährliche Dachbegehungen. Zusätzlich zu den übermittelten Daten signalisiert ein übersichtliches Ampelsystem auf dem Kontrolldisplay den aktuellen Gefährdungszustand. Die Messwerte werden ständig aktualisiert und protokolliert. Bei drohender Gefahr wird zusätzlich zu dem optischen und akustischen Alarm, via SMS oder Email, eine Benachrichtigung an den oder die Verantwortlichen gesendet. Gegenmaßnahmen können so rechtzeitig veranlasst werden.
Die Vernetzung verschiedener Standorte ermöglicht es, alle Gebäude eines Unternehmens deutschlandweit von einem zentralen Punkt aus zu überwachen oder Daten via Fernabfrage jederzeit abzurufen.