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Schornstein

Der Schornstein leitet den Rauch ins Freie

Wer sich kuschelige und wohlige Wärme aus natürlichem Feuer in den eigenen vier Wänden wünscht, muss einen passenden Schornstein bauen lassen. Auch nach der Inbetriebnahme muss dieser genau im Auge behalten werden, denn Versottung und andere Schäden sind eine ständige Bedrohung – Dachdecker.com klärt auf!

Schornstein

Ein Schornstein wird benötig um die Abgase des Heizsystems aus dem Haus zu leiten - © Rolf Handke by pixelio.de

Bei einem Schornstein handelt es sich in der Regel um eine Konstruktion, die sich senkrecht auf dem Dach von Gebäuden befindet. Der Rauchfang dient dazu, die Abgase der Heizungsanlage ins Freie abzuführen. Man könnte sagen, dass jede Heizung und jeder Kachel- und Kaminofen den Rauchabzug zum Atmen benötigt. Die Funktionsweise eines Kaminabzugs ergibt sich aus dem sogenannten Kamineffekt, welcher eine vertikale Luftströmung beschreibt.

Rauchfangsysteme sind in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich. Sie unterscheiden sich beispielsweise hinsichtlich des Herstellungsmaterials der Rauchrohre und sonstiger Zubehörteile. Oftmals kommen beim Schornsteinbau entweder Keramik- oder metallische Edelstahlschornsteine zum Einsatz. Und auch in Bezug auf die Ausführung lassen sich mehrere Kaminabzugsanlagen unterscheiden. Am weitesten verbreitet ist das dreischalige Rauchfangsystem, bestehend aus Mantelstein, Dämmung und Innenrohr. Die Mantelsteine diese Abzugs bestehen meist aus Leichtbeton und die Rohre aus Edelstahl oder Keramik werden mit einer Mineralfaserdämmung isoliert. Diese Kaminabzüge, welche seit mehr als 35 Jahren im traditionellen Schornsteinbau verwendet werden, überzeugen vor allem durch die Wärmedämmung, die Feuchteunempfindlichkeit und den einfachen Einbau.

Schornstein vor Versottung und Witterung schützen

Viele modernen Heizanlagen funktionieren mit Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik, was dazu führt, dass die Abgastemperaturen für den Betrieb unter Umständen nicht mehr hoch genug sind. Dementsprechend kann es dazu führen, dass die Abgase ihren Taupunkt bereits innerhalb des Rauchfangs erreichen und es zur Kondensatbildung kommt. Im Zuge dieser Feuchtigkeitsbildung kann es zur Versottung kommen, die in vielen Fällen eine nachträgliche Schornsteinsanierung erforderlich macht. Feuchte-unempfindliche Materialien wie Edelstahl und Keramik wirken diesem Prozess entgegen. Eine Sanierung wird oft aber auch notwendig, wenn die Heizanlage auf ein modernes System umgestellt wird. Diese benötigen in der Regel geringer Querschnitte der Rohre und auch eine nachträgliche Verlängerung ist manchmal erforderlich.

Von außen sieht man an einem Haus oftmals nur den oberen Teil des Rauchfangs, den sogenannten Kopf. Durch eine Dachdurchführung des Abzugs steht dieser über der Dachhaut und ist somit in besonderem Maße der Witterung ausgesetzt. Um den Kopf des Rauchfangs vor Wind und Wetter zu schützen, kann eine undurchlässige Schornsteinverkleidung verwendet werden.

Die Verkleidung kann zum Beispiel durch die Untermauerung mit Klinkern erfolgen. Hierbei können die gleichen Klinker, wie beim Haus verwendet werden. Somit wirkt der Rauchfang massiv und integriert sich gut in das Gesamtbild des Hauses. Aber auch natürliche Schieferplatten, Kupfer oder Kunststoff eignen sich als Verkleidung. Einige Hersteller von Kaminabzügen produzieren auch komplette Stülpköpfe, die sich sehr gut auf die Eindeckung des Daches (Ton-Dachziegel, Dachsteine, Dachplatten etc.) abstimmen lassen. Als oberer Abschluss des Abzugs fungiert eine dichte Schornsteinabdeckung als Schutz vor eindringendem Niederschlag.

Ein Überblick über Schornstein-Hersteller

Im Bereich der Produktion von Abgas- und Rauchfangsystemen gibt es zahlreiche Hersteller, die sich darauf spezialisiert haben.

Raab Schornstein nimmt in der Branche eine führende Position ein, da sie die den Kunden als Komplettanbieter mit einem umfangreichen Produktsortiment bedienen.

Auch bei Erlus werden neben Erlus Dachziegeln und Schneefanghaken verschiedene Erlus Rauchfang- und Kaminanlagen produziert, die für sämtliche Heizungsarten und alle Brennstoffe verwendet werden können.

Ebenso wie Schiedel, die sich auf die Produktion von Edelstahlabzügen spezialisiert haben und diese seit Jahren erfolgreich vertreibeben, konzentriert sich auch der Hersteller Jeremias auf die Produktion metallsicher Rauchfänge, ebenso wie MK Schornstein. Der traditionelle Hersteller Schreyer hingegen setzt eher auf die Herstellung von Keramiksystemene, ebenso wie Wienerberger.

Viele Unternehmen, wie zum Beispiel Plewa, Tona und KLB Schornstein haben sowohl Rauchfänge aus Edelstahl als auch aus Keramik im Sortiment.

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Schornstein-Aufsatz

Ein Schornstein mit Aufsatz ist besser vor Wind und Wetter geschützt - © Günter Havlena by pixelio.de

Die Schornstein-Preise variieren ja nach Hersteller, Fertigungsmaterial und Länge. Auch das verwendete Heizsystem und die Brennstoffe, mit denen es betrieben wird, haben Einfluss bei der Auswahl der passenden Abzugsanlage und damit auch auf die Kosten.

Die Kosten eines Grundbausatzes bei einem Rauchfang, wie beispielsweise einem Erlus Rauchfang, der bei der Komplettinstallation eines Einfamilienhauses verwendet wird, liegen selten unter 1000 Euro. Dabei handelt es sich oft um günstige Ausführungen mit einer überschaubaren Ausstattung. Durch zusätzliche Teile, wie Verkleidungen, Aufsätze und Abdeckungen erhöhen sich die Kosten.

Die Zubehörteile, die für die Montage eines Kaminabzugs benötigt werden, können über verschiedene Wege bezogen werden. Sie können sie einerseits direkt bei den Herstellern bestellen, aber auch in Baumärkten sowie im Baustoff-Fachhandel sind sie erhältlich. Als günstige Alternativen stehen verschiedene Online-Shops und teilweise auch der Versand-Handel zur Verfügung.

Bei uns können Sie sich direkt und unverbindlich eine kostenlose Anfrage für die Montage eines Rauchfangs erstellen lassen. Finden Sie auf Dachdecker.com den Dachdecker in Hagen, Ulm, Berlin, Köln oder in einer weiteren Stadt in Ihrer Umgebung.

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2 Antworten zu "Der Schornstein leitet den Rauch ins Freie"
  • Stromi 21. Januar 2011 um 09:49

    Herzlichen Dank, dass ihr mal alle Informationen zusammen getragen habt. Wir bauen gerade unser Haus, haben uns aber über den Schornstein gar nicht so viele Gedanken gemacht. Erst jetzt wird mir langsam klar, dass da ja auch einiges an Optionen und Lösungen durchdacht werden muss. Ist ja ganz schön viel was da so möglich ist.

  • Malte 9. Juli 2011 um 19:28

    Vielen Dank für diese Informationen. Das ist wirklich gut zusammen getragen und leicht erklärt. Gefällt mir gut. :)

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