Das Solardach: Ökostrom in Eigenherstellung
Atomstrom hat nicht nur Nachteile. Nicht umsonst hat sich die atomare Stromproduktion bis heute durchgesetzt. Es können effizient und flächendeckend große Mengen an Strom produziert werden. Die Nachteile des Atomstroms überschatten dennoch all seine Vorteile. Super GAUs und die fragwürdige Lagerung von Atommüll gefährden menschliches Leben in großem Maße und sind werden deshalb immer untragbarer. Umweltpolitik und Stromwirtschaft haben deshalb damit begonnen, umzudenken. Alternative und regenerative Energien mögen an die Effizienz von Atomstrom (noch) nicht heranreichen, sichern aber eine ungefährliche und umweltfreundliche Stromproduktion. Ein Weg, wie sogar Privathaushalte eigenen Strom produzieren und so zum Energieschutz beitragen können, ist die Installation eines Solardachs.
Solardach-Anlagen: Poly- und monokristalline Siliziumzellen
Hinter dem Solardach verbirgt sich nichts anderes, als die Montage von Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach. Photovoltaik für das Dach besteht aus polykristallinen oder monokristallinen Solarmodulen, die mithilfe einer Befestigungskonstruktion auf dem Dach befestigt werden. Bedeutend für den Ertrag der Anlage ist die Dachneigung des Photovoltaik-Systems. In Deutschland sollte diese in etwa bei 30 bis 35° liegen. Zusätzlich beeinflusst wird die Lichtintensität von der Ausrichtung der Photovoltaik-Anlage. Idealerweise sollte das Energiedach Richtung Süden ausgerichtet sein, denn das ist die sonnenintensivste Himmelsrichtung. Wenn die Dachneigung des Daches den Idealwerten für die Solarmodule nicht entspricht, kann bei vielen Systemen der Photovoltaik-Hersteller an der Befestigungskonstruktion die Neigung der einzelnen Module nachjustiert werden.
Traditionellerweise bestehen Solarzellen aus Silizium. Die Verarbeitung dieses Materials ist allerdings recht energieaufwendig. Die Verwendung von Solarzellen auf Silizium-Basis hat daher zu einer Diskussion der Solarenergie als überbewerteter regenerativer Energie geführt, die in Wirklichkeit nicht effektiv zum Umweltschutz beiträgt. Zukunftsweisende Technologie in diesem Bereich ist die organische Photovoltaik. Hier werden photovoltaische Zellen aus Kohlenstoff-Verbindungen hergestellt, die bei der Produktion wesentlich weniger Energie verbrauchen. Der Wirkungsgrad dieser Zellen liegt allerdings weit unter dem anorganischer Solarzellen. Zahlreiche Forschungseinrichtungen arbeiten aber daran, die organische Solarzelle entsprechend zu verbessern.
Solardach-Module aus siliziumarmen Dünnschichtzellen
Neben der Verwendung von poly- und monokristallinen Solarmodulen eignen sich auch Dünnschicht-Module für die Anbringung auf dem Dach. Diese werden mit deutlich weniger Silizium produziert und sind daher aktuell die umweltfreundlichste Methode der Photovoltaik. Dünschicht-Solarzellen werden entweder als Modul auf dem Dach montiert, oder als innovative Flachdachabdichtung verlegt. Bei letzterem Konzept werden die Solarzellen direkt auf die Kunststoffschicht der Dachabdichtung laminiert. Dies stellt nicht nur eine besonders günstige Art des Solardachs dar, sondern sichert auch die effiziente Nutzung der Dachfläche eines Flachdachs. Denn einzelne Module können auf dem Flachdach nur in gewissen Abständen angebracht werden und lassen so jede Menge Fläche ungenutzt. Zu bedenken ist allerdings, dass die flach aufgebrachte Dachabdichtungsschicht einen Neigungsgrad von 0° hat, was sich entsprechend auf den Ertrag des Photovoltaikdachs auswirkt.
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