Ein Schieferdach kann entweder neu mit Schieferplatten eingedeckt oder vollständig saniert werden. Für die Kosten ist deshalb vor allem entscheidend, ob Schalung beziehungsweise Lattung sowie die Unterkonstruktion trocken und schadensfrei weiterverwendet werden können oder zusammen mit Dämmung, Holzbauteilen und Anschlüssen erneuert werden müssen.
- Schieferdach Kosten: Preise in der Übersicht
- Was kostet ein Schieferdach?
- Welche Faktoren beeinflussen die Kosten eines Schieferdachs?
- Welche Zusatzkosten kommen bei einem Schieferdach häufig dazu?
- Kostenbeispiele für ein Schieferdach 2026
- Kostenrechner für ein Schieferdach
- Wann lohnt sich bei einem Schieferdach ein Fachbetrieb?
- Gibt es Förderungen oder Steuervorteile?
- Wie kann ich bei einem Schieferdach Kosten sparen?
- Fazit
- Schieferdach Kosten: Häufig gestellte Fragen
- Quellen
Alles auf einen Blick:
- Auf einem geprüften, tragfähigen Deckuntergrund kostet die reine Naturschieferdeckung meist 75 bis 200 Euro pro Quadratmeter, während Gerüst, Rückbau, neue Holzlagen der Unterkonstruktion, Dämmung und Anschlüsse separat berechnet werden.
- Dachdeckerbetriebe kalkulieren den Quadratmeterpreis nach Deckungsart, Zuschnitt, Verlegeart und Detailaufwand. Das Gerüst wird nach der Gerüstfläche und der Rückbau nach der Dachfläche berechnet.
- Rechteck- und Schuppendeckungen benötigen meist weniger Handarbeit als altdeutsche oder andere Deckungen.
- Der Rückbau einer nicht schadstoffbelasteten alten Eindeckung und das Arbeitsgerüst kommen bei Sanierungen häufig zusätzlich hinzu.
- Vor der Auftragserteilung sollte feststehen, welche Holzlagen, Unterkonstruktionen, Anschlüsse und Dämmarbeiten tatsächlich erneuert beziehungsweise gemacht werden müssen.
Schieferdach Kosten: Preise in der Übersicht
| Kostenposition | Kosten | Leistungsumfang |
| reine Eindeckung mit Naturschiefer | 75 bis 200 Euro pro Quadratmeter |
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| Rechteck-Doppeldeckung | 80 bis 130 Euro pro Quadratmeter |
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| Schuppendeckung | 75 bis 120 Euro pro Quadratmeter |
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| altdeutsche Deckung | 120 bis 200 Euro pro Quadratmeter |
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| wilde Deckung | 135 bis 180 Euro pro Quadratmeter |
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| Rückbau und Entsorgung einer nicht schadstoffbelasteten Alteindeckung | 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter |
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| Arbeitsgerüst | 6 bis 15 Euro pro Quadratmeter Gerüstfläche |
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Was kostet ein Schieferdach?
Die reine Naturschieferdeckung kostet einschließlich Schiefer, Zurichten, Verlegen und Befestigen meist 75 bis 200 Euro pro Quadratmeter, wenn eine trockene, ebene und schadensfreie Schalung oder Lattung samt intakter Unterdeckung bzw. Unterkonstruktion vorhanden ist. Gerüst, Abbruch, Entsorgung, neue Holzlagen, Dämmung und Klempneranschlüsse sind darin nicht enthalten. Gleichförmige Decksteine senken den Zeitaufwand, während unterschiedlich große Schiefer, Kehlen, Grate, Gauben sowie viele Durchdringungen mehr Zuschnitt und Arbeitsstunden erfordern und damit den Preis je verlegtem Quadratmeter erhöhen.
Die Kosten für ein Schieferdach hängen maßgeblich von der gewählten Deckungsart und Verlegeart ab. Bei einer Bogenschnittdeckung werden zum Beispiel gleichmäßig geformte Schieferplatten überlappend auf dem Dach befestigt, wodurch eine harmonische und traditionelle Optik entsteht. Da das Dachmaterial sorgfältig sortiert, zugeschnitten und einzeln verlegt werden muss, ist der Arbeitsaufwand höher als bei vielen anderen Dacheindeckungen. Eine wichtige Eigenschaft von Schiefer ist seine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen, die bei fachgerechter Ausführung eine lange Lebensdauer ermöglicht.
Welche Faktoren beeinflussen die Kosten eines Schieferdachs?
- Deckungsart: Gleichförmige Formate lassen sich leichter verlegen, während altdeutsche und wilde Deckungen mehr Sortierung, Zurichtung und Handarbeit verlangen. Auch auf die Dachform kommt es an.
- Dachgeometrie: Kehlen, Grate, Gauben, Türmchen und Kamine unterbrechen die Fläche und erhöhen Zuschnitt, den Verschnitt sowie die Anschlussarbeiten.
- Schieferformat und Sortierung: Sonderformate, ausgewählte Qualitäten und eng abgestimmte Farb- oder Dickenbilder erhöhen Materialpreis und Sortieraufwand.
- Dachneigung und Befestigung: Die gewählte Deckung bestimmt Überdeckung und Befestigung. Zusätzliche Befestigungspunkte erhöhen Materialbedarf und Arbeitszeit.
- Flächengröße: Bei kleinen oder stark gegliederten Dächern verteilen sich Einrichtungsaufwand und Detailarbeit auf weniger Quadratmeter. Deshalb ist der Quadratmeterpreis häufig höher.
Welche Zusatzkosten kommen bei einem Schieferdach häufig dazu?
- Rückbau und Entsorgung: Für eine nicht schadstoffbelastete Alteindeckung fallen meist 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter an.
- Gerüst: Ein Arbeitsgerüst kostet häufig 6 bis 15 Euro pro Quadratmeter Gerüstfläche. Gebäudehöhe, Standzeit und erforderliche Schutzmaßnahmen beeinflussen die Gerüstkosten.
- Deckunterlage und Holzreparaturen: Feuchte Schalung, beschädigte Lattung oder geschwächte Sparren lassen sich häufig erst nach dem Öffnen zuverlässig beurteilen und werden separat kalkuliert.
- Dämmung und Luftdichtheit: Eine energetische Ertüchtigung ist ein eigenes Arbeitspaket mit Planung, Verlegung des Dämmstoffs, Anschlüssen und Innenarbeiten.
- Klempnerarbeiten: Rinnen, Fallrohre sowie Bleche an Traufe, Kamin und Gauben gehören nur dann zum Deckpreis, wenn das Angebot sie ausdrücklich aufführt.
Kostenbeispiele für ein Schieferdach 2026
Als Rechengröße dient in den Beispielen jeweils der Mittelwert der Spanne. Der Untergrund für die Eindeckung ist überall nutzbar, und ein Arbeitsgerüst, eine neue Dachdämmung sowie Reparaturen unterhalb der Deckung sind in keinem der drei Fälle eingerechnet.
Beispiel 1: einfaches Satteldach mit vorhandenem Fensterausschnitt
Bei diesem Wohnhaus sind 120 Quadratmeter Dachfläche vorhanden. Schalung und Unterdeckung sind trocken, eben und schadensfrei, sodass eine Rechteck-Doppeldeckung ohne Rückbau ausgeführt wird. Ein Dachfenster in Standardgröße wird im vorhandenen Ausschnitt ersetzt.
| Posten | Kostenbeispiel |
| Rechteck-Doppeldeckung: 120 Quadratmeter × 80 bis 130 Euro | 12.600 Euro |
| Dachfenster einschließlich Einbau: 1 Stück × 1.000 bis 1.800 Euro | 1.400 Euro |
| Gesamtkosten | 14.000 Euro |
Der vergleichsweise niedrige Kostenrahmen entsteht durch die einfache Dachform und die einfache Deckungsart mit dem Schiefer. Den Betrag prägt vor allem der Quadratmeterpreis, ergänzt um den Fenstertausch. Anschlüsse außerhalb des Fensters und Holzschäden, die möglicherweise erst nach dem Öffnen sichtbar werden, bleiben ausgeschlossen.
Beispiel 2: Schuppendeckung nach Abbruch der alten Dachhaut
Das Bestandsdach hat 140 Quadratmeter Dachfläche. Eine nicht schadstoffbelastete Alteindeckung wird entfernt. Die geprüfte Schalung und Unterdeckung können anschließend bestehen bleiben.
| Posten | Kostenbeispiel |
| Schuppendeckung: 140 Quadratmeter × 75 bis 120 Euro | 13.650 Euro |
| Rückbau und Entsorgung: 140 Quadratmeter × 20 bis 40 Euro | 4.200 Euro |
| Gesamtkosten | 17.850 Euro |
Gegenüber dem ersten Beispiel erhöhen die größere Dachfläche sowie Abbruch und Entsorgung die Gesamtkosten. Zur breiten Spanne tragen sowohl der Quadratmeterpreis der Schuppendeckung als auch die Rückbaukosten bei. Neue Bleche sind nicht enthalten.
Beispiel 3: gegliedertes Schieferdach mit wilder Eindeckung
Für ein Wohnhaus mit Gauben und mehreren Kehlen werden 160 Quadratmeter Dachfläche angesetzt. Die schadstofffreie alte Eindeckung wird abgenommen und die neue Dachhaut entsteht als wilde Eindeckung.
| Posten | Kostenbeispiel |
| wilde Deckung: 160 Quadratmeter × 135 bis 180 Euro | 25.200 Euro |
| Rückbau und Entsorgung: 160 Quadratmeter × 20 bis 40 Euro | 4.800 Euro |
| Gesamtkosten | 30.000 Euro |
Die arbeitsintensive wilde Eindeckung und der Rückbau bestimmen gemeinsam die Kostenspanne dieses Beispiels. Anschlussbleche für Gauben, Kehlen und Kamine werden separat beauftragt. Für vergleichbare Angebote müssen alle Betriebe dieselbe Dachfläche, Deckart, Rückbauleistung und Abgrenzung der Nebenarbeiten ansetzen.
Kostenrechner für ein Schieferdach
Interaktiver Kostenrechner
Kostenrechner für ein Schieferdach
Schätzt die Kosten der reinen Naturschieferdeckung nach Dachfläche und Deckart.
Enthalten sind Naturschiefer, Zurichten, Verlegen und Befestigen auf vorhandener trockener, ebener und schadensfreier Schalung oder Lattung mit intakter Unterdeckung. Gerüst, neue Holzlagen, Dämmung, Anschlüsse, Dachfenster und Schadstoffrückbau sind ausgeschlossen. Der optionale Rückbau gilt nur für eine nicht schadstoffbelastete Alteindeckung.
Der Rechner multipliziert die angegebene Dachfläche mit dem Preis der gewählten Deckart und addiert auf Wunsch die Rückbaukosten für dieselbe Fläche. Das Gerüst ist nicht berücksichtigt, weil seine Abrechnungsfläche nicht der Dachfläche entspricht. Für Holzschäden, Dämmung, Anschlüsse und schadstoffverdächtige Platten sind eine Bestandsprüfung und eine separate Kalkulation erforderlich.
Wann lohnt sich bei einem Schieferdach ein Fachbetrieb?
Müssen Deckunterlage, Dachneigung, Befestigung oder Anschlussdetails geprüft werden, sollte ein in der Eindeckung mit Schiefer erfahrener Dachdeckerbetrieb die Arbeiten planen und ausführen. Für Schieferdeckungen gilt eine eigene Fachregel im Regelwerk des Deutschen Dachdeckerhandwerks. [1] Lassen Sie Deckart, Schieferprodukt, Befestigung, Unterlage und Detailanschlüsse im Angebot ausdrücklich aufführen, damit der vereinbarte Aufbau eindeutig beschrieben ist und sich die Ausführung daran prüfen lässt.
Gibt es Förderungen oder Steuervorteile?
Arbeiten durch einen Dachdecker an einem Schieferdach kommen für die Steuerermäßigung nach § 35a EStG in Betracht. Bei einer qualifizierenden Dachdämmung kommen alternativ eine BEG-Förderung oder der Steuerbonus nach § 35c EStG infrage. Entscheidend ist die jeweils begünstigten Arbeitsleistungen, nicht die Schieferqualität.
Welche Arbeitskosten lassen sich als Handwerkerleistung absetzen?
Bei einer Renovierung im eigenen Haushalt kann sich die Einkommensteuer um 20 Prozent der ausgewiesenen Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten mindern, höchstens jedoch um 1.200 Euro pro Jahr. [2] Materialkosten zählen nicht. Voraussetzung sind eine Rechnung, in der die begünstigten Kosten getrennt ausgewiesen sindund eine Zahlung auf das Konto des Betriebs. Für öffentlich geförderte Kosten derselben Maßnahme greift die Ermäßigung nicht.
Wann fördert die BEG eine Dachdämmung?
Eine energetisch wirksame Dämmung der Dachfläche kann mit Stand 2026 als Einzelmaßnahme an der Gebäudehülle mit 15 Prozent bezuschusst werden. [3] Für die erste Wohneinheit sind bis zu 30.000 Euro förderfähige Ausgaben vorgesehen, mit individuellem Sanierungsfahrplan bis zu 60.000 Euro. Seit dem 21. Juli 2026 wird der iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten erst ab einem förderfähigen Mindestinvestitionsvolumen von 30.000 Euro und nur für den 30.000 Euro übersteigenden Anteil berücksichtigt. Ein Energieeffizienz-Experte erstellt vor dem Antrag die Technische Projektbeschreibung und nach Abschluss den Technischen Projektnachweis. [4] Die Rechnungen gehören zum Verwendungsnachweis. Der Antrag muss vor Vorhabenbeginn gestellt werden und ein vorher geschlossener Liefer- oder Leistungsvertrag muss eine aufschiebende oder auflösende Bedingung zur Förderzusage enthalten. [5]
Wann ist der Steuerbonus nach § 35c EStG eine Alternative?
Bei einem selbst genutzten und mindestens zehn Jahre alten Gebäude kann eine Dachdämmung, die die technischen Anforderungen erfüllt, über drei Jahre mit insgesamt 20 Prozent der Aufwendungen berücksichtigt werden, höchstens mit 40.000 Euro je Wohnobjekt. [6] Ein Fachunternehmen muss die Maßnahme ausführen und bescheinigen. Rechnung und unbare Zahlung sind erforderlich, die Kosten werden mit der Einkommensteuererklärung geltend gemacht und dürfen für dieselbe Maßnahme nicht zusätzlich durch Bundesmittel gefördert werden. Ein Förderantrag vor Beginn ist nicht nötig. Dieselben Aufwendungen können nicht zusätzlich nach § 35a EStG berücksichtigt werden. [7] Die Verteilung beträgt 7 Prozent im Abschlussjahr, 7 Prozent im Folgejahr und 6 Prozent im zweiten Folgejahr.
Wie kann ich bei einem Schieferdach Kosten sparen?
- Leistungsumfang angleichen: Fordern Sie Angebote mit derselben Deckungsart, der gleichen Qualität des Schiefers, Unterkonstruktion und Zahl der Anschlüsse an.
- Flächen getrennt erfassen: Lassen Sie Dachfläche und Gerüstfläche separat ausweisen, statt beide über eine unklare Pauschale abzurechnen.
- Bestand vorab öffnen: Bitten Sie den Betrieb, auffällige Stellen der Schalung vor der Auftragserteilung zu prüfen und mögliche Holzarbeiten separat zu bepreisen.
- Details einzeln ausweisen: Fordern Sie separate Preise für Kehlen, Gauben, Kamine und Bleche, damit klar ist, welche Leistungen im Quadratmeterpreis enthalten sind und welche zusätzlich berechnet werden.
- Gerüst sinnvoll bündeln: Kombinieren Sie ohnehin fällige Rinnen- oder Fassadenarbeiten nur dann, wenn Standzeit und Schutzmaßnahmen gemeinsam kalkuliert werden.
Fazit
Die reine Naturschieferdeckung liegt bei 75 bis 200 Euro pro Quadratmeter, sofern trockene und schadensfreie Holzlagen samt intakter Unterdeckung vorhanden sind. Bei einer Sanierung verändern vor allem Rückbau, Gerüst, Deckunterlage, Dämmung und Anschlussarbeiten die Gesamtkosten. Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Quadratmeterpreis, sondern auch Deckungsart, Schiefer, Gerüstfläche, Entsorgungsumfang und jede ausgeschlossene Leistung. Eine dokumentierte Bestandsprüfung verringert das Risiko unerwarteter Nachträge, weil möglicherweise erforderliche Holzarbeiten für die Unterstkonstruktion dadurch frühzeitig als Bedarfspositionen erfasst werden können.
Schieferdach Kosten: Häufig gestellte Fragen
Was kostet Naturschiefer ohne Verlegung?
Schiefer in gängigen Formaten kostet als reines Material meist 45 bis 65 Euro pro Quadratmeter. Lieferung, Materialreserve, Zuschnitt, Befestigung, Verlegung und Deckunterlage kommen hinzu, sodass dieser Produktpreis nicht mit dem fertig verlegten Quadratmeterpreis vergleichbar ist.
Was kostet ein Schneefangsystem auf einem Schieferdach?
Ein Schneefangsystem kostet meist 25 bis 60 Euro pro laufendem Meter. Dachneigung, Befestigungssystem, benötigte Reihen und ein zusätzliches Gerüst bestimmen, ob der Angebotspreis am unteren oder oberen Rand liegt.
Was kostet der Austausch einzelner Schieferplatten?
Ein kleiner Reparatureinsatz zum Austausch einzelner Schiefer kostet einschließlich Anfahrt häufig 150 bis 500 Euro. Die Zahl der Steine ist dabei nur ein Teil der Kalkulation, denn Zugang, Deckart, passende Ersatzformate und mögliche Schäden an Befestigung oder Unterlage bestimmen den Arbeitsumfang.
Warum kostet ein Schieferdach mehr als andere Dacheindeckungen?
Ein Schieferdach ist meist teurer als eine Dacheindeckung mit Tonziegeln, normalen Ziegeln, Betondachsteinen oder Faserzement, weil sowohl das Material als auch die Verlegung aufwendiger sind. Die Kosten hängen insbesondere von der gewählten Deckungsart ab. Während eine einfache Rechteck-Doppeldeckung vergleichsweise wirtschaftlich ausgeführt werden kann, erfordern traditionelle Deckungsarten viele individuell zugerichtete Schiefersteine und einen höheren Arbeitsaufwand. Zusätzlich muss die vorhandene Lattung für die gewählte Schieferdeckung geeignet sein oder durch eine Vollschalung ersetzt werden. Dafür überzeugt Schiefer durch eine lange Lebensdauer, eine hochwertige Optik und einen geringen Wartungsbedarf.
Was kostet die laufende Wartung eines Schieferdachs?
Ein Wartungsvertrag für ein übliches Wohnhaus kostet häufig 200 bis 500 Euro pro Jahr, wenn Kontrolle und kleinere Reinigungsarbeiten vereinbart sind. Reparaturen, Hebetechnik und der Mehraufwand für schwer zugängliche Dachbereiche können separat berechnet werden. Nach einer Neueindeckung sollte nach etwa zwei Jahren erstmals kontrolliert werden, weil einzelne Steine mit Gefügeschäden unter Witterungseinfluss brechen können.
Quellen
[1] Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks, dachdecker.org/betriebsinhaber/regeluebersicht/. Zugegriffen 24. Juli 2026.
[2] Gesetze im Internet, www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html. Zugegriffen 24. Juli 2026.
[3] Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/Sanierung_Wohngebaeude/Gebaeudehuelle/gebaeudehuelle.html. Zugegriffen 24. Juli 2026.
[4] Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/Informationen_fuer_Antragstellende/informationen_fuer_antragstellende_node.html. Zugegriffen 24. Juli 2026.
[5] Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, www.energiewechsel.de/KAENEF/Redaktion/DE/FAQ/FAQ-Uebersicht/BEG/faq-bundesfoerderung-fuer-effiziente-gebaeude.html. Zugegriffen 24. Juli 2026.
[6] Bundesministerium der Finanzen, www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Nachhaltigkeitsstrategie/steuerliche-foerderung-energetischer-gebaeudesanierungen.html. Zugegriffen 24. Juli 2026.
[7] Gesetze im Internet, www.gesetze-im-internet.de/estg/__35c.html. Zugegriffen 24. Juli 2026.