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Beim Flachdachaufbau auf Abdichtung, Neigung und Dämmschicht achten!

Flachdächer finden aufgrund ihrer vielzähligen Nutzungsmöglichkeiten weitreichende Verwendung. Jedoch muss ein Flachdachaufbau hohen Anforderungen standhalten. Worauf es hier zu achten gilt, hat Dachdecker.com im Folgenden übersichtlich für Sie zusammengestellt.

Flachdachaufbauten lassen viel Raum für gestalterische Kreativität. © Dachdecker.com

Flachdachaufbauten lassen viel Raum für gestalterische Kreativität. © ZVDH

Als Flachdächer werden all solche Dächer bezeichnet, die kein oder ein nur geringes Gefälle besitzen. Dächer ohne Neigung (Nulldächer) sind sehr selten, da die Vorschriften der Flachdachrichtlinie ein Mindestgefälle von 2% (1,1°) verlangen. Beim Flachdachaufbau lassen sich grundsätzlich zwei Konstruktionsweisen unterscheiden: das Warmdach (unbelüftetes Dach) und das Kaltdach (belüftetes Dach).

Flachdach-Arten

Das Warmdach (unbelüftetes Dach)

Als Warmdach wird eine einschalige Konstruktion bezeichnet. Von außen nach innen stellt sich ein solcher Flachdachaufbau im Detail wie folgt dar:

  • Dachhaut
  • Dämmschicht
  • Dampfbremse
  • Tragkonstruktion

Liegt die Dämmschicht über der Dachhaut, wird von einem Umkehrdach gesprochen.

In früheren Zeiten bargen unbelüftete Dächer stets die Gefahr der Durchfeuchtung durch diffundierende Raumluft. Mit der Entwicklung leistungsfähiger Dampfbremsen hat sich hier ein Wandel vollzogen. Heutzutage sind Warmdächer die bevorzugte Konstruktionsform beim Flachdachaufbau. Über ihre Vorteile können Sie sich hier auf unserem Portal in einem weiterführenden Artikel informieren.

Das Kaltdach (belüftetes Dach)

Ein Kaltdach wird zweischalig konstruiert. Unter der Dachhaut befindet sich ein Freiraum (Hinterlüftung), in welchem Luft zirkuliert, wodurch die von innen diffundierende Feuchtigkeit abtransportiert werden kann. Belüftete Dächer finden sowohl beim Steil- als auch beim Flachdachaufbau Verwendung. Obwohl sie vergleichsweise aufwendig zu konstruieren sind, bieten Kaltdächer viele Vorteile.

Wichtige Punkte beim Flachdachaufbau: Abdichtung, Neigung und Dämmung

Abdichtung

Die Abdichtung hat beim Flachdachaufbau oberste Priorität. So kann schon im Fall einer winzigen undichten Stelle stehendes oder langsam ablaufendes Wasser zu einer Durchfeuchtung der gesamten Dachkonstruktion führen. Daher gelten vielfältige Vorschriften und Richtlinien für die Flachdachisolierung.

Flachdachaufbau mit Bitumen-Schweißbahn.

Bitumen-Schweißbahnen bilden beim Flachdachaufbau häufig die äußere Abdichtung. © Mike Frajese / pixelio.de

Neigung

Neben der Gefahr von Feuchteschäden kann stehendes Wasser auch immense Gewichtsbelastungen hervorrufen. Hier müssen exakte statische Berechnungen die Möglichkeit einer Überlastung schon im Vorfeld ausschließen. Insbesondere Nulldächer bergen bei großen Regen- oder Schneemengen ein hohes Gefahren-
potenzial. Daher ist es ratsam, auch ein Flachdach stets mit einem Gefälle konstruieren zu lassen.

Dämmung

Durch ihren Winkel zur Sonne sind Flachdächer zum Teil großer Hitze ausgesetzt. Daher muss die Dämmschicht einem breiten Temperaturspektrum standhalten. Zudem stellen die hohen Belastungen durch Nässe spezielle Anforderungen an den Flachdachaufbau (insbesondere bei der Dämmung von Kaltdächern). Materialien, die hierbei aufgrund ihrer Strapazierfähigkeit vielerorts Verwendung finden, sind Polystyrol oder Polyurethan.

Kosten beim Flachdachaufbau

Je nach den Gegebenheiten eines Gebäudes und den Wünschen des Bauherrn muss der Flachdachaufbau individuell geplant und kalkuliert werden. So sind die Kosten von vielen Faktoren abhängig: Neben der Verlegung von Dampfbremse, Dämmschicht, Dachhaut und der Installation von Entwässerungssystemen (insbesondere beim Umkehrdach gibt es hier unterschiedliche Möglichkeiten) beeinflussen vor allem die folgenden Fragestellungen den Preis eines Flachdachs:

  • Sollen Dachfenster oder Glaskuppeln installiert werden?
  • Welche Art der Dachhaut wird gewählt? (Flachdachaufbau mit Bitumen-Schweißbahnen oder Dachdichtungsbahnen möglich.)
  • Wie soll das Dach genutzt werden? (Zum Beispiel durch eine Begrünung oder eine Dachterrasse.)
  • Sollen Photovoltaikanlagen integriert werden?
Ein Flachdachaufbau eigent sich ideal zur Dachbegrünung. Zwingende Voraussetzung hierfür ist eine gute Abdichtung des Daches. © Dachdecker.com

Ein Flachdachaufbau eigent sich ideal zur Dachbegrünung. Zwingende Voraussetzung hierfür ist eine gute Abdichtung des Daches. © ZVDH

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