Fachgerecht Zwischensparrendämmung anbringen und Heizkosten sparen
Ein ungedämmtes Dach verursacht hohe Energiekosten. Da die Heizwärme nach oben steigt, kann sie bei fehlender Dachdämmung nahezu ungehindert entweichen. Eine der besten Lösungen zur Nachrüstung bildet die Zwischensparrendämmung. Wie sich eine solche einfach installieren lässt und welche Kosten dabei entstehen, hat Dachdecker.com im nachfolgenden Text für Sie recherchiert!

Eine Zwischensparrendämmung wird sehr oft bei Altbauten installiert. © Viktor Mildenberger by pixelio.de
Die energieeffiziente Dämmung von Dächern ist ein wichtiger Aspekt beim Neubau oder der Sanierung eines Hauses. Neben dem Einsparen von Heizkosten kann sie dabei helfen, Räume unter dem Dach in nutzbare Wohnfläche umzuwandeln.
Die Dämmung zwischen den Sparren, insbesondere im Altbau, ist eine Möglichkeit, die mehrere Vorteile bietet:
- Verwendung preisgünstiger Materialien möglich (wie Mineralwolle, Polystyrol, Schafwolle oder Hanf)
- keine äußeren Dachdeckerarbeiten nötig (wie bei der Aufsparrendämmung, die zwischen Sparren und Eindeckung installiert wird)
- keine Wohnraumverkleinerung (wie im Fall der Untersparrendämmung, welche unterhalb der Dachsparren angebracht wird)
Das Anbringen von Zwischensparrendämmung im Detail
Idealerweise hat ein Dach mit Zwischensparrendämmung – von außen nach innen gesehen – folgenden Aufbau:
- Eindeckung
- Dachlatten
- Konterlattung
- Unterspannbahn
- Sparren (mit integrierter Dämmschicht)
- Dampfbremse
- Verkleidung
Die Dicke der Dämmschicht hängt also von der Sparrenstärke ab. Sind die Sparren zu dünn, können von innen Holzleisten aufgeschraubt werden. Gilt es, die Standards eines Niedrigenergiehauses zu erreichen, wird eine Dämmmaterialdicke von 22-24 cm benötigt.
Für die effektive Dachisolierung sorgen Unterspannbahn und Dampfbremse. Letztere verhindert das Eindringen von kondensierter Raumluft in die Dämmschicht. Die Unterspannbahn dagegen sichert gegen Feuchtigkeit von außen. Diese kann beispielsweise durch Flugschnee zwischen den Ziegeln eindringen. Soll eine Unterspannfolie nachträglich angebracht werden, ist jedoch die einmalige Abdeckung des gesamten Daches erforderlich. Um eine Zwischensparrendämmung ohne Unterspannbahn zu realisieren, bleibt als Alternative das Prinzip der Hinterlüftung. Eine Lücke zwischen Dämmung und Eindeckung ermöglicht hier den Abtransport von Feuchtigkeit durch Strömungsluft.
Kostenkalkulation für Ihre Zwischensparrendämmung
Um für eine Zwischensparrendämmung die Kosten zu kalkulieren, muss zuerst die benötigte Menge an Dämmstoff ermittelt werden. Diese hängt von der Dachfläche ab. Zudem sollte ein Fachmann Ihr Dach individuell beurteilen und geeignete Dammmaterialien empfehlen. Nur so lassen sich die Preise, welche bei der Dämmung Ihres Daches entstehen, effektiv miteinander vergleichen.
Eine günstige Variante ist stets Klemmfilz aus Mineralwolle. Dünne Ausführungen gibt es schon ab rund 4 Euro pro qm, mit zunehmender Stärke und Dichte des Materials steigt jedoch auch der Preis. Wichtig ist es, den Filz so zuzuschneiden, dass er die Sparrenzwischenräume ein wenig übersteigt. Hierdurch wird gewährleistet, dass keine Lücken bleiben.
Auch die Dampfbremse darf keine Ritzen aufweisen. Daher muss ein Spezialklebeband verwendet werden. Wer sicherstellen möchte, keine Fehler zu machen, sollte die Dachdämmung stets dem Profi überlassen. Dachdeckerbetriebe aus Ihrer unmittelbaren Umgebung können Sie hier auf diesem Portal ausfindig machen.
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